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Webradio Podcast
Radiodoktor - Medizin und Gesundheit
07. Musiktherapie in Österreich
Das Engagement eines weltberühmten Dirigenten
Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte die Musiktherapie einen starken Aufschwung. Österreich war damals ein Zentrum der Bewegung. Einerseits entstand die Wiener Schule für Musiktherapie, andrerseits begann die Musikwirkungsforschung in Österreich mit dem Wirken von Herbert von Karajan: Mit der Fragestellung "Wie wirkt die Musik auf den Menschen?" begann er in den 1970er Jahren in Salzburg mit polygraphischen Untersuchungen zur Musikeinwirkung und gründete im Rahmen einer Stiftung das "Forschungsinstitut für experimentelle Musikpsychologie".

Bei mehreren Untersuchungen stellte er sich selbst als Versuchsperson zur Verfügung. Für die Herstellung eines Filmes für Demonstrationszwecke dirigierte er in der Philharmonie in Berlin die Leonoren-Ouvertüre, wobei seine Herz- und Atemtätigkeit, die elektrodermale Aktivität und das Oszillogramm telemetrisch abgeleitet und registriert wurden.

Anschließend wurden die gleichen Untersuchungen wiederholt; einmal beim Anhören des gerade dirigierten Stückes und ein zweites Mal beim Anhören nach einer intravenösen Injektion eines Tranquilizers. Die dabei gefundenen vegetativen Veränderungen wurden dann später miteinander verglichen und anhand der Partitur besprochen und von ihm interpretiert. Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden in dem Film "Musik und Emotion" dargestellt.
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