Ein Mensch

Harald Krassnitzer

Der österreichische Schauspieler Harald Krassnitzer hat sich selbst zum eigenen Fundstück erklärt. Ein Leben lang begleitet er sich und ist stets bemüht sich nicht aus den Augen zu verlieren. Hin und wieder bedarf es jedoch eines wirklichen Suchens.

Die Angst sich selbst wirklich zu erkennen

Der Schauspieler Harald Krassnitzer hat sich selbst zum Fundstück erkoren. Nach reiflicher Überlegung, wie er sagt und nachdem er all die gesammelten, gefundenen, gekauften, geschenkten oder geerbten Dinge seiner Umgebung durchforstet und befunden hat, dass jedes Stück Materie stets nur für einen beschränkten Abschnitt seines Lebens Bedeutung hat.

Sich selbst hat Krassnitzer schließlich gewählt, weil die Person eines Schauspielers zeitlebens eine Art Instrument ist, das - sei es als "Bergdoktor", "Winzerkönig" oder "Tatort"-Kommissar immer neu erfunden werden muss. Und überhaupt: Auch im Privatleben muss sich der Schauspieler täglich neu finden.

Eine Wirklichkeit abseits des Schauspiel-Scheins zu finden, das ist für Harald Krassnitzer eine Lebensaufgabe, die er oft und gern weit von sich schiebt. Sich selbst zu finden würde zu einer Gelassenheit führen, die weit über die Existenz hinaus weist.