Neue CD "Akrostichon"
Er wurde früh gefördert: Michael Lagger, Jahrgang 1986, der an der Kunst-Uni Graz Jazzkomposition studierte und nun beendet hat. Im Mai war Lagger, der 2009 seine erste Ö1 CD herausbrachte, mit Angela Tröndle in Ö1 zu hören. Am 20. November präsentierte er in Graz seine neue CD "Akrostichon".
"Meine Eltern sind kulturell sehr interessiert und wollten, dass ich mich kreativ entfalten kann. So habe ich mit sieben Jahren die private Musikschule Musicus in Villach besucht, wo ich über das Keyboard zu den Tasten-Instrumenten kam. Der Lehrer vermittelte uns schon sehr früh Harmonielehre, das Spielen von Akkorden und Improvisation. Mit zehn begann ich dann an der Bezirksmusikschule Villach mit klassischem Klavier.
Und mit zwölf entdeckte ich meine große Leidenschaft für Jazz. Das ergab sich durch meinen Freundeskreis im Gymnasium, zu dem zwei Saxophonisten zählten. Wir haben dann begonnen, leichte Jazz-Standards zu spielen. Ganz wichtig war dabei die Freude am gemeinsamen Musizieren. Denn dieser Austausch zwischen den Musikern fasziniert mich. Und seither gilt mein Hauptinteresse dem Jazz", erzählt Michael Lagger, gebürtiger Klagenfurter, der seit Herbst 2004 am Kärntner Landeskonservatorium Konzertfach Klavier und seit Herbst 2005 an der Kunst-Universität Graz (KUG) bei Harald Neuwirth, Fritz Pauer und Renato Chicco Klavier-Jazz sowie IGP Jazz studiert.
Sein Bakkalaureat hat er in beiden Bereichen im Februar 2008 mit Auszeichnung absolviert.

Michael Lagger
Seit Herbst 2008 absolviert der junge Musiker sein Master-Studium Jazzklavier bei Olaf Polziehn.
Ende Juni 2010 hat Lagger nun das Master-Studium Jazzkomposition bei Ed Partyka an der KUG mit Auszeichnung abgeschlossen.
Darüber hinaus studiert der junge Pianist weiterhin auch noch klassisches Klavier bei Alexei Kornienko am Kärntner Landeskonservatorium.
"Dieser Nuancenreichtum des Klaviers fasziniert mich. Es ermöglicht einem, viele unterschiedliche Stile zu spielen. Und man kann mit dem Klavier allein eine sehr große Klangfläche erzeugen, da man mehrstimmig spielen kann. Außerdem bietet es einem sehr viele Möglichkeiten für den persönlichen Ausdruck", beschreibt Lagger seine Entscheidung für das Klavier.
"Ich komme natürlich vom Bebop her. Das ist für jeden Jazz-Pianisten die Basis, der wichtigste Stil. Aber prinzipiell hole ich mir aus jeder Richtung das, was mich besonders anspricht - und versuche, meinen eigenen Stil zu entwickeln", erklärt Michael Lagger.
Am 20. November 2010 präsentiert Michael Lagger seine neue CD "Akrostichon" im Rahmen des Austrian Soundchecks im Grazer Orpheum.
Am 2. Juli 2010 war Michael Lagger nun mit seiner neuen Band "Akrostichon" im Kultursaal von Radenthein in Kärnten zu hören.
Laggers neuem Ensemble gehören Tjasa Fabjancic (voice), Ángela Tröndle (voice), Patrick Dunst (reeds), Siegmar Brecher (reeds), Jan Balaz (reeds), Julian Pajzs (guitar), Hannes Oppel (bass trombone, tuba), Reinhold Schmölzer (drums), Michael Ringer (bass, electronics) sowie Valentin Czihak (bass, cello) an.
Am 15. Mai 2010 war Michael Lagger beim Konzert Angela Tröndles mit ihrem neuen Programm, das im ORF-RadioKulturhaus Wien-Premiere hatte, und bei dem er mitwirkte, in der "Ö1 Jazznacht" zu hören.

Das Michael Lagger Trio bei Marianne Mendts "Young Austrian Jazz Night" im RadioKulturhaus (Februar 2006): "Ich versuche immer, eine Balance zwischen altem und neuem Stil herzustellen", so der junge Jazz-Pianist.
Am 30. September 2009 trat Lagger mit Angela Tröndles "Mosaik"-Band beim Jazz Festival Trutnov in Tschechien auf.
Am 1. und 2. Oktober war er mit "Mosaik" im Mit "Mosaik" bei Jazz Festival Trutnov
Am 30. September 2009 trat Lagger mit Angela Tröndles "Mosaik"-Band beim Jazz Festival Trutnov in Tschechien auf.
Danach war er mit "Mosaik" im Rahmen der "Styrian Jazz Days" in Breslau in Polen zu hören. Weiters konzertierte Lagger mit seiner Band "We Love Tuesdays" in St. Stefan im Rosental sowie in Radenthein in Kärnten.
Am 17. Oktober gastierte er mit seinem "Playgrounds"-Quartett in Novo Mesto in Slowenien. Und am 19. Oktober wirkte er im Rahmen der Verleihung des Ö1 Talentestipendiums für bildende Kunst 2009 in der Akademie der bildenden Künste in Wien mit.
Mehr zu Angela Tröndle in Ö1 Talentebörse
Mehr zum Ö1 Talentestipendium für bildende Kunst 2009 in oe1.ORF.at
Berichte über den erfolgreichen Jazz-Pianisten und seine Band "Playgrounds" brachte der ORF-Kulturguide "a.viso" am 14. Juni 2009.
Überdies war Lagger am 1. Juni gemeinsam mit Tjasa Fabjancic zu Gast bei Kulturchef Peter Wolf in der Sendung "Jazz @ it's best" im ORF-Radio Steiermark. Davor war er mit seiner Band live am 23. Mai im Rahmen der Ö1 Jazznacht, die aus Graz gesendet wurde, zu hören.
Durch die Ö1 Talentebörse entstand Michael Laggers jüngste Einspielung: Die CD "Traveling" mit der Gruppe "Playgrounds" (Tjasa Fabjancic, Vocal; Michael Lagger, Klavier; Michael Ringer, Bass; Reinhold Schmölzer, Drums), durch die Ö1 Jazz-Redaktion ermöglicht, die Ende April 2009 erschienen ist.
"Die österreichische Jazz-Szene ist sehr groß, ihr Niveau hoch. Zu den vielen großartigen Musikerinnen und Musikern stoßen immer wieder neue Talente, die aufhorchen lassen und sofort Beachtung finden. Einer dieser Young Lions ist Michael Lagger. Trotz seiner Jugend hat er schon eine eigene musikalische Sprache gefunden, mit der er beweist, dass er seinen Weg gehen wird. Mit dieser CD ist auf alle Fälle ein wichtiger Schritt gesetzt", so Herbert Uhlir, Leiter der Ö1 Jazz-Redaktion, zu dieser Ö1 Debüt-CD der Nachwuchsband fest.
"Die Ö1 Talentebörse war enorm hilfreich bei diesem Projekt. Man hat uns kräftig unterstützt. Und es ist natürlich eine hervorragende Referenz, mit einer Qualitätsmarke wie Ö1 in Verbindung gebracht zu werden", stellt Lagger begeistert zu diesem Ö1 Projekt fest.
Und die Ö1 Jazz-CD "Traveling" ist zugleich auch ein Debüt im Rahmen der Aktivitäten der Ö1 Talentebörse.
ORF-TV strahlte in seiner Bundesland-Sendung "Steiermark heute" am 6. Mai 2009 einen Bericht über die erfolgreiche Nachwuchs-Band aus.

Michael Lagger (am Klavier) und seine Band "Playgrounds" (Tjasa Fabjancic, Vocal; Michael Ringer, Bass; Reinhold Schmölzer, Drums) beim Konzert anlässlich der Ö1 Jazz-CD-Präsentation "Traveling" im Wiener ORF-KukturCafe am 4. Mai 2009.
Präsentiert wurde die neue Ö1 CD Laggers am 4. Mai 2009 im Rahmen eines Konzerts im KulturCafe des ORF-RadioKulturhauses.
Im September 2008 erhielt Michael Lagger mit der Formation "Playgrounds" beim internationalen Wettbwerb "Jazz Hoeilaart" in Belgien den Preis für die beste Interpretation der Komposition "Boechout" von R. Verheyen.
Und ebenfalls 2008 wurde Lagger für das Semifinale des Internationalen Bösendorfer Solo-Jazz-Klavierwettbewerbes in Montreux ausgewählt.
Im Jänner 2008 kam Laggers erste CD "Hector's Tripwire" mit der Gruppe "We Love Tuesdays" bei "Sessionwork Records" heraus.
Mit seiner neuen, 2007 in Graz gegründeten Band "We Love Tuesdays", war Michael Lagger am 29. Februar 2008 im Rahmen der Jazz Nacht Graz im WIST zu hören.
Die Gruppe, die weiters aus den Musikern Reinhold Schmölzer (drums), Valentin Czihak (bass), Siegmar Brecher (as) und Jan Balaz (ts) besteht, trat am 29. März im ORF-Zentrum Graz sowie am 13. April 2008 im Rahmen der Jazzwerkstatt Graz auf. Und im Mai 2008 war sie auch im Rahmen des Spittaler Jazzfestivals vertreten.
Ebenfalls 2007 entstand auch ein Quartett als Gemeinschaftsprojekt mit der Sängerin Tjasa Fabjancic.
Das Ensemble besteht neben Lagger aus Michael Ringer (bass), Reinhold Schmölzer (drums) sowie Tjasa Fabjancic (voc).
Im Herbst 2006 wurde der ambitionierte Pianist, der am internationalen "generations"-Bandworkshop in Frauenfeld in der Schweiz teilnahm, von der Jury, der unter anderen Cedar Walton, Lewis Nash und Adrian Mears angehörten, in die Förderpreisband gewählt.
In der Folge absolvierte er 2007 mit der Band, die Adrian Mears leitete, eine einwöchige Tournee.
Der junge Jazz-Pianist verfügt bereits über einige Ensemble-Erfahrung: so ist er unter anderem Pianist des Lukas Gabric Quartetts, mit dem er 2005 auch die CD "A Tribute to My Brother" aufgenommen und im Sommer 2006 beim "Jazz over Villach" gespielt hat. Außerdem wirkt er bei der Big Band Lienz mit und arbeitet mit Hans Lassnig, Michael Erian, Stefan Gfrerer und Jure Pukl zusammen.
Bereits 2003 gründete er das Michael Lagger Trio, zu dem der Schlagzeuger Reinhold Schmölzer und der Bassist Robert Jukic gehören. "Das Trio entstand am Konservatorium. Wir sind 2005 beim Marianne-Mendt-Festival in St. Pölten, 2006 im ORF-RadioKulturhaus, in Joe Zawinuls Birdland, im Jazzland sowie in Kärntner Clubs aufgetreten. Mitunter wirken bei uns Solisten wie die Tenorsaxophonisten Michi Erian oder Jure Pukl mit", erzählt der begeisterte Musiker.

"Jazz over Villach 2006": Michael Lagger, das junge Ausnahmetalent, ist ein Shootingstar der heimischen Jazz-Szene.
Der junge Nachwuchs-Jazzer beschäftigt sich im Rahmen seines Trios bzw. Quartetts hauptsächlich mit Arrangements von Thelonious-Monk-Originals, wie "Think of One", "Trinkle Tinkle", "Monk's Mood" oder "Well You Needn't".
Wie lauten die Zukunftswünsche des erfolgreichen Musikers?
"Im Prinzip funktioniert es derzeit genau so, wie ich es mir vorstelle. Natürlich möchte ich noch mehr Konzerte geben. Aber wenn die Entwicklung wie bisher anhält, dann wäre ich ganz zufrieden", so Michael Lagger.
Text: Matthias Osiecki · 30.09.2009
Die Ö1 Talentebörse ist ein Kunstförderprojekt mit Unterstützung der UniCredit-Bank Austria
E-Mail - Michael Lagger
"Playgrounds - Traveling", Tjasa Fabjancic: Gesang, Michael Lagger: Klavier, Michael Ringer: Bass, Reinhold Schmölzer: Schlagzeug; Ö1 Edition Jazz Austria, CD 3066, ORF-Bestell-Nummer: 2012140
"We love Tuesdays" - Brecher/Balaz/Lagger/Czihak/Schmölzer: "Hector's Tripwire", Sessionwork Records
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Radenthein Kultur aktiv - Konzert "Akrostichon"
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