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Gesellschaft
40 Jahre Ö1

Der Salzburger Musiker des Jahres

Zu Hause in Klassik und Jazz

Ö1 Musikredakteurinnen und -redakteure der Bundesländer präsentieren einen Musiker oder eine Musikerin des Jahres. Für Salzburg ausgewählt wurde der Violinvirtuose Benjamin Schmid. Der Geiger hatte als Jugendlicher einen prominenten Mentor.

Der österreichische Geiger Benjamin Schmid ist gebürtiger Wiener (Jahrgang 1968), ist jedoch in Salzburg aufgewachsen und auch hier beheimatet.

Bereits als Bub formte er mit anderen Kindern aus Musikerfamilien (unter anderem mit der Geigerin Annelie Gahl und dem Kontrabassisten Franz Pillinger) sein eigenes Ensemble "Beni & Co", welches bereits - lange bevor der Begriff Crossover erfunden wurde - Klassik & Jazz spielte.

40 Jahre Ö1 (c) benjaminschmid.com

In der Klassik entwickelte sich Benjamin Schmid zu einem der führenden Geigensolisten.

Prominenter Mentor

Ein früher Mentor war Yehudi Menuhin, der den damals noch keine 18 Jahre jungen Benjamin Schmid 1986 als Violinpartner in Bachs Doppelkonzert in d-Moll zu den Salzburger Festspielen einlud.

Als besonders wichtig gestaltete sich eine vertiefende Ausbildung in den USA (Philadelphia), wo sich Benjamins Klassikspiel wie auch ‚Beni’s (wie er in der Jazzszene genannt wird) Geigenspiel im Jazzsektor als durchaus ebenbürtiges, einander keineswegs ausschließendes Phänomen manifestieren konnte.

Stupendes Geigenspiel

So setzt Beni seit seiner Begegnung mit dem legendären Stephane Grappelli nicht nur dessen von Django Reinhardt beeinflusste Linie fort und baut sie weiter aus ("Hommage a Stephane Grappelli", Salzburger Jazzherbst 2003, unter anderem mit Birelli Lagrene), sondern kann in mehreren Stilen sich und sein stupendes Geigenspiel mit Musikern wie den Brüdern Christian und Wolfgang Muthspiel, den Bassisten Georg Breinschmid und Dietmar Kastowsky, dem Saxophonisten Klaus Dickbauer, der Sängerin, Pianistin und Komponistin Sabina Hank oder dem Pianisten und Komponisten Miklos Skuta in Konzerten wie in inzwischen zahlreichen CD-Einspielungen hervorragend einbringen.

Bach- und Mozarteinspielungen

In der Klassik entwickelte sich Benjamin Schmid von Jahr zu Jahr zu einem der führenden Geigensolisten (er spielt die von Donald Kahn gestiftete Stradivari "Lady Jeanne" von 1731) mit seinen Bach- und Mozarteinspielungen (in jüngerer Zeit vor allem mit seiner auch Lebenspartnerin und Mutter seiner inzwischen beiden Kinder, der Pianistin Ariane Haering), aber auch zum begehrten Kammermusiker, unter anderem mit Clemens Hagen und Hélène Grimaud (Salzburger Festspiele 2007).

Das Korngold-Violinkonzert brachte ihn zudem in Kontakt mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Seiji Ozawa.

Lehrer am Mozarteum

Seit Benjamin Schmid 1992 den Carl-Flesch-Wettbewerb gewonnen hat (Mozart-, Beethoven- und Publikumspreis!) absolviert er etwa hundert Konzertauftritte international pro Jahr. Dennoch findet Benjamin Schmid Zeit fürs Unterrichten an der Universität Mozarteum und stellt sich gerne Projekten mit insbesondere jungen Menschen zur Verfügung. So geschehen mit dem Landes Musikum Orchester und seinem Leiter, dem Musikum-Direktor Michael Seywald mit einem Mozart- und dem Violinkonzert seines Jazzpartners Miklos Skuta.

16.10.2007

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Hör-Tipp
40 Jahre Ö1: Neun Mal Klang, Dienstag, 16. Oktober 2007, 15:45 Uhr

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Benjamin Schmid

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