Micafocus Musikstadt Wien
Zwischen Bobo-Club und Parallelegesellschaft
World Music und Musik mit migrantischem Hintergrund boomen in Wien. Erfolgreiche Veranstalter und Lokale wie das "Ost" beweisen es. Doch was heißt es für Musikerinnen und Musiker, wenn sie in Wien leben und keinen österreichischen Pass haben?
8. April 2017, 21:58
Die Diskussion zum Nachhören
"Unter dem Aspekt von World Music findet ein Höhenflug statt, der unter diesem ganzen inter- und multikulturellen Verkaufsschlager läuft", konstatierte Marty Huber im mica, dem Österreichischen Musikinformationszentrum im Rahmen der Reihe Micafocus. "Es gibt ein vielfältiges Angebot und ein breiter und größer werdendes Publikumsinteresse in diesem Bereich."
Musiker, Veranstalter und Wissenschaftlerinnen diskutierten im mica zum Thema "Zwischen Bobo-Club und Parallelegesellschaft: MusikerInnen mit migrantischem Hintergrund". oe1.ORF.at bietet die gesamte Diskussion zum Nachhören.
Großes Interesse
Was heißt es für Musikerinnen und Musiker, wenn sie in Wien leben und keinen österreichischen Pass haben war eine der diskutierten Fragen. Huber: "Was bedeutet das vor einem politischen Hintergrund, in einer Zeit, wo das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz so abgeändert wird, dass man keine Niederlassung mehr auf Grund eines KünstlerInnen-Status bekommen kann und dieser sogar rückwirkend aufgehoben werden kann?"
Das Publikum, das zu den Auftritten seiner Band komme, sei meist ein großteils österreichisches, so Özden Öksüz. "Kaum kommen türkische Leute zu meinen Konzerten. Ich bin seit über neun Jahren in Österreich und ich wollte schon immer diese Art von Musik machen. Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, dass diese Art von Musik gut ankommt. Was aber der Fall ist. Das Publikum hat großes Interesse."
Die Diskutanten
- Matthias Angerer
- Alp Bora
- Hande Saglam
- Özden Öksüz
- Harald Quendler
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