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Gesellschaft
40 Jahre Ö1

Neun Mal Klang

Eine Dokumentation heimischer Kreativität

Im Jubiläumsjahr kommen die föderalen Komponenten von Ö1 zum Tragen: Musikredakteurinnen und -redakteure der Bundesländer präsentieren einen Musiker oder eine Musikerin des Jahres. Eine neunteilige Dokumentation heimischer Kreativität.

40 Jahre Ö1 - das bedeutet Jahre intensiven Wahrnehmens und Darstellens österreichischer Wege zur und mit Musik, die Geschichte von Ö1 ist demnach eine Dokumentation der Geschichte vielgestaltiger heimischer Kreativität im Bereich der Musik.

Diese Vielgestaltigkeit wird auch im Phänomen des Föderalismus evident, der für alles, was den Begriff "Österreich" in sich trägt - somit auch für "Österreich 1" - Verpflichtung ist. Ohne den Blick auf das Ganze zu vergessen und im freien Spiel der verbindenden Kräfte haben alle neun Bundesländer ihren wesentlichen Anteil am Ganzen des österreichischen Musiklebens. Diesen in seiner Wesentlichkeit wahrzunehmen und bundesweit darzustellen, ist daher auch eine zentrale Aufgabe der ORF-Landesstudios.

(c) ORF, Meinhart

Die föderalen Komponenten von Ö1

Die Landes- und Bundeskompetenz der Musikredakteurinnen und -redakteure in den Ländern muss sich in der Förderung dessen, was auf einem guten Weg zu sein scheint, erfüllen. Junge Interpretierende sind hier ebenso ein Thema wie neue Ensembles oder originelle Richtungen des Komponierens.

Im Jubiläumsjahr sollen nun die föderalen Komponenten von Ö1 beispielhaft und durchaus festlich zum Tragen kommen. Beziehungsvoll an den neun Werktagen vor dem österreichischen Nationalfeiertag präsentieren die Redakteure und Redakteurinnen der Landesstudios jeweils etwas, das ihnen herausragend und demnach einer nachhaltigen Darstellung im besonderen Rahmen wert erscheint.

Neunfach wurde herumgehört, um aus der Fülle jene herauszuhören, die unter dem Anspruch eines "Musikers oder einer Musikerin des Jahres" eine unverzichtbare Komponente des Umganges mit Musik in ihrem Bundesland verkörpern. Grenzen sollten nur durch die Qualität, keineswegs durch das Wie oder Was gesetzt werden. Und entsprechend vielklingend erweist sich das Ergebnis.

Königsdisziplin der Kammermusik

Da ist das junge Kärntner "Acies-Quartett", mit großer Musik von Haydn bis Schostakowitsch in einer Königsdisziplin tätig. Da sind die ganz jungen Musizierenden des Jugendsymphonieorchesters Niederösterreich oder des Landes-Musikum-Orchesters Salzburg, letzteres mit dem renommierten Geiger Benjamin Schmid die Wege von Kontinuität und Zukunft beschreitend.

Mit dem Gitarristen Armin Egger und dem Pianisten Clemens Zeilinger verweisen die Steiermark und Oberösterreich darauf, dass die Möglichkeiten klassischer Interpretationen auf klassischen Instrumenten bei weitem nicht erschöpft sind. Die Weltstadt Wien bietet mit den "Nifty's" und ihren Klezmer-Klängen einen Beitrag zur folkloristischen Weltmusik. Hingegen wagt der burgenländische Dirigent und Komponist Bernd Gradwohl - in Österreich wie in Korea tätig - den Spagat zwischen der Weltmusik des hochverehrten Joseph Haydn und Klängen seiner Gegenwart.

Trompete und Schlagwerk

Über die Zeiten hinweg spielt auch der Vorarlberger Trompeter Herbert Walser-Breuß, der sich als Barockspezialist den Herausforderungen aktueller improvisierter Musik stellt. Tirol setzt seinen Schritt mit der Schlagwerkformation "The next step", die bereits ein unverzichtbarer Mosaikstein in der Tiroler Musikszene geworden ist.

Das Ganze ist eine Summe aus Vielfalt. Ö1 und seine "Musikerinnen und Musiker des Jahres" bringen diese zum Klingen.

Text: Johannes Leopold Mayer · 15.10.2007

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Hör-Tipps
Neun Mal Klang, Montag 15. Oktober bis Freitag, 19. Oktober 2007, und Montag, 22. Oktober bis Donnerstag, 25. Oktober 2007, 15:45 Uhr

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