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Talentebörse
Talentebörse: Infos

Informationen zur Ö1 Talentebörse

Österreichs künftige Kunst-Stars

Heute sind sie noch völlig unbekannt oder gelten als Geheimtipp: Die jungen Künstlertalente Österreichs. In Kooperation mit den acht österreichischen Kunstuniversitäten präsentiert oe1.ORF.at seit 2004 die möglichen Stars der Kunst-Szene von morgen.

An den österreichischen Kunstuniversitäten in Wien, Graz, Linz und Salzburg gibt es derzeit über 10.000 Studierende. Ziel der seit Dezember 2004 bestehenden Serie Ö1 Talentebörse ist es, dem Künstlernachwuchs des Landes eine Plattform zu bieten und sie dem Ö1 Publikum vorzustellen. Die Auswahl der jungen Künstlerinnen und Künstler erfolgt durch die jeweilige Kunstuniversität.

Neue Rahmenbedingungen

Die Beschränkungen des neuen ORF-Gesetzes untersagen dem ORF jedoch die Gesamtheit aller porträtierten Künstler/innen über oe1.ORF.at zugänglich zu machen. Präsentiert werden jeweils nur mehr die Talente des aktuellen Studienjahres.

Präsentiert werden die aktuellen Talente in der Sendung "Leporello" und jeweils einmal im Monat in der Ö1 Sendereihe "Intrada".

Offener Zugang

In abwechselnder Reihenfolge der Kunst-Universitäten wird der Nachwuchs in Form von Porträts präsentiert.

Die Ö1 Talentebörse stellt aber nicht nur den österreichischen Künstlernachwuchs vor, sondern natürlich auch ausländische Studentinnen und Studenten. Denn ihr Anteil an den heimischen Kunst-Universitäten beträgt mitunter über 50 Prozent - und nicht zuletzt tragen sie den Ruf des Landes in die Welt. So wird in den "Leitenden Grundsätzen" des Universitäts-Organisationsgesetzes 2002 "nationale und internationale Mobilität der Studierenden, der Absolventen sowie des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals" gefordert.

Einbezogen in die Ö1 Talentebörse sind alle Studienrichtungen - von Instrumentalmusik bis zu Design, Medienkunst und Tanz - um einen umfassenden Überblick zu bieten.

Die österreichischen Kunst-Universitäten

Im Folgenden ein Überblick über die österreichischen Kunst-Universitäten:

Akademie der bildenden Künste
Die Wiener Akademie, 1692 von Hofmaler Peter Strudel gegründet, zählt zu den älteste Kunstakademien Mitteleuropas. Ihre Geschichte ist mit zahlreichen bedeutenden Künstlern wie Anton Maulbertsch, G. F. Waldmüller oder Otto Wagner verbunden. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt. So lehren und lehrten hier u.a. Roland Rainer, Anton Lehmden, F. Hundertwasser, Arik Brauer, Josef Mikl, Gunter Damisch und Heimo Zobernig.

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Die Wiener Musik-Universität hatte ihren Vorläufer in dem ab 1817 von der "Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates" aufgebauten Konservatorium. An der Wiener Musikuniversität, die weltweiten Ruf genießt, lehren u. a. namhafte Künstler wie u. a. Oleg Maisenberg, Stefan Vladar, Heinrich Schiff, Wolfgang Schulz, Carole Dawn Reinhart, Peter Planyavsky, Marjana Lipovsek, Robert Holl und Edith Mathis.

Max Reinhardt Seminar Wien
Diese Ausbildungsstätte mit Weltruf, die als Institut für Schauspiel und Schauspiel-Regie zur Wiener Musik-Universität zählt, feiert heuer ihr 75-Jahre-Jubiläum. Gegründet wurde sie 1929 vom großen "Theater-Magier" Max Reinhardt. Stars und Persönlichkeiten wie Klaus Maria Brandauer, Karlheinz Hackl, Samy Molcho, Achim Benning sowie István Szabó zählen hier zu den Lehrenden.

Filmakademie Wien
Die Filmschule, die 2003 ihren 50er feierte, ist ebenfalls ein Institut der Wiener Musik-Universität und besteht seit 1953. Diese Institution mit internationalem Ruf hat in den letzten Jahren so erfolgreiche Filmerinnen und Filmer wie u. a. Barbara Albert, Ulrich Seidl, Valeska Grisebach, Ruth Mader, Barbara Gräftner, Jessica Hausner oder Kathrin Resetarits hervorgebracht. Hier lehren renommierte Film-Schaffende wie u. a. Michael Haneke, Peter Patzak, Walter Kindler und Wolfgang Glück.

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG)
Die Anfänge der Grazer Musik-Uni reichen bis in die Jahre 1815/16 zurück, als der "Akademische Musikverein" (heute: "Musikverein für Steiermark") gegründet wurde. Durch ihre Lage im Südosten Österreichs ist die KUG traditionell auf die benachbarten Länder des Ostens und Südostens ausgerichtet. Die KUG gilt als älteste akademische Jazz-Ausbildungsstätte Europas. Mit ihrem Leitbild "Tradition und Moderne" ist sie eine international gefragte Universität.

Universität Mozarteum Salzburg
An dieser Institution wird außer Musik auch darstellende und bildende Kunst gelehrt. Die Salzburger Universität hat sich aus der Musikschule "Mozarteum" (Gründung des Dom-Musik-Vereins 1841) entwickelt und zählt heute zu den international bekanntesten Österreichs. Sie bietet ein Angebot von über 30 Studienrichtungen. Die Initiative "UNI ART Performance" bietet hier ausgewählten Ensembles die Vermittlung von Auftritten, um diesen unter dem Motto "learning by doing" Praxis und Wissen zu ermöglichen.

Universität für angewandte Kunst Wien
Diese Institution geht auf die 1867 gegründete "Kunstgewerbeschule des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie", der ersten ihrer Art in Europa, zurück. Hier studierten und lehrten u. a. Künstler wie Gustav Klimt, Kolo Moser, Josef Hoffmann und Oskar Kokoschka, die den Weltruf der Schule begründeten. Heute zählen zu den rund 400 Lehrenden so namhafte Künstler wie u. a. Christian L. Attersee, Adolf Frohner, Zaha Hadid, Paolo Piva oder Brigitte Kowanz.

Kunstuniversität Linz
Diese Kunst-Uni entstand aus der 1947 gegründeten Kunstschule der Stadt Linz, die ein Signal zur Abgrenzung von der NS-Kunstpolitik und als Ort der Anknüpfung an die Weimarer Bauhaus-Ideen war. Ihre Schwerpunkte sind Intermedialität, Raumstrategien und künstlerisch-wissenschaftliche Forschung. Seit Herbst 2003 wird die neu konzipierte Studienrichtung "raum&designstrategien", seit Oktober 2005 weiters die Studienrichtung "industrial design" mit Schwerpunkt "BIOSign" an.

Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Die Anton Bruckner Privatuniversität (ABU) ist der direkte Nachfahre jener Musikschule, die 1797 von Franz Xaver Glöggl gegründet wurde. Die Umwandlung zur ersten österreichischen Privatuniversität für Musik, Schauspiel und Tanz erfolgte 2004. Ein international zusammengesetztes Professoren-Kollegium arbeitet mit Studierenden aus allen Weltteilen, wobei die intime Atmosphäre der ABU und die persönliche Betreuung der Studierenden als besondere Anliegen gelten. Bachelor- und Master-Studien werden in allen üblichen Bereichen angeboten, wobei den zusätzlichen Schwerpunkten Alte Musik, Elementare Musikpädagogik, Jazz und Improvisierte Musik sowie dem Studio For Advanced Musical Technology besonderer Stellenwert zukommt. Regelmäßige Begegnungen mit Künstlern wie Piotr Anderszewski, Peter Wittenberg und Kurt Widmer ergänzen das Lehrangebot.

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Die Gründung der "Musikschule der Stadt Wien" erfolgte im Frühjahr 1938. Nach Auszug der RAVAG (Radio-Verkehrs-AG) im November desselben Jahres wurde das neu adaptierte Haus in der Johannesgasse 4a im 1. Wiener Bezirk bezogen - und ist bis heute das Hauptgebäude der Institution. Die "Musiklehranstalten der Stadt Wien" mit den Musikschulen, der Kindersingschule und dem Konservatorium bestanden als administrative Einheit von 1945 bis 2004. Per 1. September 2004 wurde das Konservatorium aus der Gemeindeverwaltung ausgegliedert und ist seither ein "Unternehmen der Stadt Wien" in Form einer GmbH im Eigentum der Stadt Wien. Seit 15. Juni 2005 ist die Universität für fünf Jahre als Privatuniversität akkreditiert. Die "Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien" ist die erste Kunst-Privat-Uni Wiens. Sie bietet im Rahmen ihres Studien-Angebotes in den Bereichen Musik, Musiktheater, Tanz und Schauspiel eine umfassende Ausbildung im Streben nach Balance zwischen Tradition und Innovation.

Gestaltung: Matthias Osiecki · 01.01.2009

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