Ständige nächtliche Ruhestörung
Etwa ein Drittel aller Männer und ein Viertel aller Frauen schnarchen. Schnarchen bringt nicht nur partnerschaftliche, sondern auch gesundheitliche Risiken mit sich. Bereits im Kindesalter kann Schnarchen zum Problem werden.
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Abgesehen von den Behinderungen des Atemstromes ist meist eine zu starke Erschlaffung der Muskulatur im Nasen- oder Rachenraum während des Schlafes Ursache für das Schnarchen. Begünstigende Faktoren sind Übergewicht, abendlicher Alkoholgenuss oder das Einnehmen von Schlaftabletten.
Bei Kindern sind die Ursachen für schnarchen vergrößerte Rachenmandeln, Polypen oder im harmlosesten Fall einfach ein Schnupfen.
Die zwei häufigsten Arten der "Rhonchopathie", wie das Schnarchen medizinisch bezeichnet wird, sind erstens das "primäre Schnarchen". Es handelt sich hierbei um die eher harmlose, aber geräuschvolle Art des Atmens.
Und zweitens das so genannte obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS), das durch Atemaussetzer gekennzeichnet ist. Diese Schlafatemstörung bedarf einer Therapie.

Bereits im Kindesalter kann Schnarchen zum Problem werden.
Das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist die am weitesten verbreitete Form einer Schlafatemstörung. Vier bis sieben Prozent der erwachsenen Männer und zwei bis vier Prozent der Frauen jenseits des 30. Lebensjahres sind davon betroffen. Akustisch äußert sich die Schlafapnoe durch das charakteristische Schnarchgeräusch - das die schlafsuchenden Partnerinnen oder Partner an den Rand der Verzweiflung bringen kann.
Abgesehen davon ist die Schlafapnoe auch für die davon Betroffenen eine ernste Gesundheitsbedrohung. Den bei OSAS handelt es sich um regelmäßig auftretende nächtliche Atemstillstände. Diese Atemaussetzer können bis zu 60 Sekunden dauern - was einem Erstickungsanfall ähnelt. Dies führt in der Folge zu Sauerstoffmangel und einem gestörten Schlafmuster. Unter anderem sind Bluthochdruck und ein erhöhtes Herzinfarktrisiko Folgen des Schlafapnoesyndroms.
Außerdem, wer nachts nicht gut schläft, ist tagsüber müde und abgeschlagen. Dies führt vor allem im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz zu Gefährdungen. Was also von vielen Betroffenen als harmloses Schnarchen abgetan wird, ist oft behandlungsbedürftig.
Schnarchen kann aber noch viele andere, mechanisch bedingte Ursachen haben. So etwa können eine verkrümmte Nasenscheidewand, chronische Nebenhöhlenentzündungen, ein schlaffes Gaumensegel oder Polypen die Nasenatmung behindern.
Vergrößerte Mandeln - häufig bei Kindern - oder ein vergrößerter Zungengrund sind weitere Ursachen, die Schnarchen begünstigen. Aber auch Fehlbildungen im Kehlkopf können, wenn auch eher selten, für die nächtlichen Ruhestörungen verantwortlich sein.
Nicht immer müssen diese Hindernisse auch operativ beseitigt werden. Für viele mechanische Beeinträchtigungen, die einem den Schlaf rauben, steht eine breite Palette an Therapieoptionen zur Verfügung.
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23.11.2009