Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation

Österreich-Finale von Fame-Lab

Mit einfachsten Mitteln komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge mitreißend zu erklären: Dieser Herausforderungen stellten sich die Finalist/innen von Fame Lab, dem Talentwettbewerb für Wissenschaftskommunikation.

Eiskristalle, die bei hohen Minus-Temperaturen schmelzen; ein Jungbrunnen-Gen und die Folgen von pränatalem Stress sind Beispiele für Forschungs-Themen, denen sich die zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beruflich widmen.

Die Jury überzeugte schließlich der Oberflächenphysiker Wolfram Steurer vom Institut für Physik der Universität Graz. Er verglich sein Forschungsgebiet mit einem Honigbrot und wird Österreich im Juni beim internationalen Fame-Lab-Finale in England vertreten.

"Das Honigbrot ist aufgebaut, wie die Materialien, die wir in unseren Labors untersuchen. Auf eine Trägerschicht, zumeist ein Metall, bringen wir eine hauchdünne Schicht eines andern Materials auf, um damit die Eigenschaften des Trägermaterials zu verändern. In meiner Forschung interessiere ich mich für Katalyse und Oberflächen. Mein Honigbrot ist Silber mit einer Schicht von Nickeloxid drauf."

Ö1 Audiopreis und Publikumspreis

Verliehen wurde auch der Ö1 Audiopreis: Er ging an Ruth Greußing vom Institut für biomedizinische Alternsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sie erklärte in ihrem Audiobeitrag, warum wir uns erinnern können und wurde von den Userinnen und Usern der Seite science.orf.at zur Gewinnerin gewählt.

"Der Lernprozess, das sich Erinnern, ist ein natürliches Phänomen. Denn vor Jahrtausenden, und nach wie vor in der Tierwelt, ist es Bestandteil der natürlichen Auslese. Wer lernt überlebt."

Und: Ein Applaus-Barometer am Austragungsort des Wettbewerbs - dem Technischen Museum Wien - ermittelte, wer mit dem Publikumspreis nach Hause gehen soll: Nora Lawo. Sie erforscht an der Universität für Bodenkultur die Bekämpfung der Reblaus.

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science.ORF.at - Mit einem Honigbrot zum Sieg