Katharina Steinbrecher, Schauspiel

Zum Theater kam sie durch die Waldorfschule: Katharina Steinbrecher, Jahrgang 1982, die ihr Schauspiel-Ausbildung bereits 2007 an der Kunst-Uni Graz beendet hat. Seither absolviert sie ein Doktoratsstudium. Die vielseitige Künstlerin hat Ambitionen, einmal eine eigene Talkshow zu haben.

"Ich habe eine Waldorfschule besucht, da ist das Theaterspielen stark verankert. Wir hatten zwei bis drei Aufführungen im Jahr. Und ich entdeckte eine besondere Affinität zur Sprache und zum Sprechen.

Als ich 14 war, studierten wir Shakespeares 'Wie es euch gefällt' ein, wo ich die Rosalinde spielte. Und damals wurde mir bewusst, dass ich sehr gerne spiele", berichtet Katharina Steinbrecher, gebürtige Burgenländerin aus Oberpullendorf, die in Niederösterreich, in Deutschland und in Linz aufgewachsen ist, über ihre Anfänge.

Von 2003 bis 2007 absolvierte die Nachwuchs-Künstlerin das Schauspiel-Studium an der Kunst-Universität Graz, das sie mit einer künstlerischen Diplomarbeit über Geschichte und Gegenwart des Westbalkans mit Auszeichnung abschloss.

Seit Herbst 2007 absolviert sie nun ein Doktoratsstudium. Der Arbeitstitel ihrer Dissertation lautet "Der 11. September in der zeitgenössischen Dramatik". Abschließen will Steinbrecher im Sommer 2011.

Zunächst hatte Steinbrecher die Freie Waldorf-Schule in die Linz besucht, die sie vor der Matura abbrach.

Anschließend absolvierte sie für drei Monate einen Studienaufenthalt am Puschkin-Institut für russische Sprache in Moskau sowie in Odessa.

Umfassende Ausbildung

Im Rahmen ihrer Ausbildung besuchte Steinbrecher weiters das Michael-Tschechow-Studio in Berlin (2002/03) und belegte das Proseminar "Neue Stücke" an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität (2008).

Überdies führten sie Recherche-Reisen über zeitgenössisches Theater nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan (2005) sowie in den Iran (2009).

Unbegrenzte Möglichkeiten

"Das faszinierende am Schauspielen ist, dass man soviel ausprobieren kann. Dinge, die man im realen Leben nie machen würde – und so die Möglichkeit hat, eigentlich alles erleben zu können", erläutert Steinbrecher ihre Affinität zum Schauspiel.

Großes Interesse an Medien

Ebenfalls großes Interesse hat die vielseitige Schauspielerin an den Medien: Radio, TV und journalistische Arbeit haben zentrale Bedeutung für sie.

Katharina Steinbrecher liest Astrid Kohlmeiers Gedicht "Ich steige stumm auf die Barrikade".

Theater-, Bühnen- und Film-Praxis

Seit 2006 konnte Katharina Steinbrecher bereits Theater- und Bühnen-Praxis sammeln:

So spielte sie am Schauspielhaus Graz in Botho Strauss' "Sieben Türen" in der Regie von Dieter Boyer, wirkte in szenischen Lesungen des "Retzhofer Literaturpreises" (2007 und 2008), bei "Gleiswechsel" an der Volksbühne Berlin unter der Regie von Walter Wyers (2008), sowie beim "Lannacher Kulturherbst" mit, wo sie Prosa und Lyrik von Astrid Köhlmeier las (2009).

Zu einem ihrer wichtigsten Projekte zählt "Balkanisazija", das in Kooperation mit der Kunst-Uni Graz und der Dramski Fakultet Skopje vor zwei Jahren realisiert wurde: "Wir waren damals sechs Wochen in Mazedonien und haben mit Dragana Lukan und Volker Schmidt ein Stück entwickelt."

Und im Kurzfilm "Das Essen" von Ingemar Arnold sammelte Steinbrecher in diesem Medium erste Erfahrungen.

Szenische Lesungen 2010

Einen Grossteil ihrer künstlerischen Arbeit widmet Katharina Steinbrecher derzeit szenischen Lesungen, die neuen Texten gewidmet sind:

So wirkte sie im vergangenen April wieder im Rahmen des "Retzhofer Literaturpreises", bei "Paternoster/Stop the History" des Komponisten Manos Tsangaris an der KUG, sowie am 19. Mai in Jean Guillous "Alice im Orgelland" im Grazer Dom mit.

Eigene Talkshow als Ziel

Derzeit arbeitet die junge Künstlerin vor allem an ihrer Dissertation.

Wie lauten ihre Zukunftswünsche? "Der Vorteil einer freischaffenden Künstlerin ist es, dass man vielen Interessen - wie zum Beispiel dem Journalismus - nachgehen kann. Mein Ziel wäre es, eine einmal eine intelligente und witzige Talkshow leiten zu dürfen", so Katharina Steinbrecher.