Weniger Maklerprovision

Wohnung mieten wird billiger

Das Mieten von Wohnungen wird ab 1. September billiger. Laut einer neuen Verordnung dürfen Makler nur mehr maximal zwei statt bisher drei Monatsmieten als Provision verlangen. Die Immobilientreuhänder wollen die neue Verordnung nicht akzeptieren und überlegen rechtliche Schritte.

Morgenjournal, 31.08.2010

Vermieter soll Gebühr zahlen

Zwei Monatsmieten statt bisher drei, bei Befristungen eine Monatsmiete statt bisher zwei Bruttomonatsmieten Provision dürfen von Makler künftig eingehoben werden. Ein Erfolg sagen die Konsumentenschützer. Österreichs Maklerpreise waren teilweise doppelt so hoch wie in anderen europäischen Ländern. Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung Österreichs, fordert aber noch mehr: "Wir verlangen, dass die Maklerprovision vom Auftraggeber, das ist zu 98 Prozent der Vermieter, eingehoben werden soll."

Körberlgeld dazuverdient

Die Konsumentenschützer empfehlen, beim Bezahlen der Provisionen genau zu kontrollieren. Als Maklergebühr ist die Nettomiete plus Betriebskosten, aber ohne 10 Prozent Umsatzsteuer zu bezahlen. Georg Niedermühlbichler Präsident der Mietervereinigung sagt: "Bei unseren Tests der letzten Jahre ist herausgekommen, dass die Makler sich hier zehn Prozent Körberlgeld verschafft haben."

Überprüfung der Verordnung

Die Immobilientreuhänder kündigen unterdessen an, die Kürzung der Maklerprovisionen zu bekämpfen. Sie wollen prüfen lassen, ob die Verordnung gesetzwidrig ist.

Die neue Verordnung, die ab morgen 1. September in Kraft tritt, gilt nur für Mieter. Wohnungskäufer müssen weiterhin mit drei Prozent des Kaufpreises als Provision rechnen.

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