Klimasteuern auf Fleisch und Milch gefordert

Die Nahrungsmittelproduktion ist weltweit für rund ein Viertel der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Darunter fallen sowohl Methanemissionen etwa von Rindern oder auch Lachgas aus der Düngung von Agrarflächen.

Als unverhältnismäßig hoch gilt der Ausstoß an Treibhausgasen bei der Herstellung von Fleisch und Milch. Unter anderem auch, weil Methan ein besonders aggressives Treibhausgas ist.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Kristina Mohlin von der Universität Göteborg schlägt daher eine besondere CO2-Steuer vor. Für jede Tonne CO2, die bei der Herstellung von Milch und Fleisch in die Atmosphäre gelangt, sollten 60 Euro Klimasteuer eingehoben erden, meint sie.

Damit würde der Rindfleischkonsum nach Schätzung der Wissenschaftlerin weltweit um rund 15 Prozent sinken. Wie wirksam Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten sein können, haben die schwedischen Wissenschaftler auch ausgerechnet: Würde zum Beispiel Rindfleisch vollständig durch Hühnerfleisch ersetzt, könnte man bis zu 90 Prozent der Treibhausgase gegenüber der Rindfleischproduktion einsparen, würden die Menschen auf Bohnen umsteigen, würde die Ersparnis sogar 99 Prozent betragen, heißt es.

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SpringerLink - Greenhouse gas taxes on animal food products: rationale, tax scheme and climate mitigation effects