Die österreichische Waldorfpädagogik

Vor 150 Jahren, am 27. Februar 1861, wurde Rudolf Steiner geboren. Er war einer der bedeutendste österreichischen Denker an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, und begründete die sogenannte Anthroposophie, die viele Denkschulen beeinflusst hat.

Rudolf Steiner, der Esoteriker, der Philosoph, der Österreicher, war der Begründer der Anthroposophie, die er als Erkenntnis, die vom höheren Selbst im Menschen hervorgebracht wird definiert hat.

Alles andere als unumstritten haben seine Ideen von der Heilkunde bis zur Landwirtschaft alle möglichen Wissens- und Lebensbereiche beeinflusst. Am deutlichsten wird sein Wirken in der reformorientierten Waldorfpädagogik - benannt nach der ersten so orientierten pädagogischen Einrichtung, der Betriebsschule der Waldorf-Astoria Zigarrenfabrik.

Wiener Dialoge

Das Buch "Wiener Dialoge. Der österreichische Weg der Waldorfpädagogik" widmet sich nun in allen Details der Geschichte, den Prinzipien und der Zukunft der österreichischen Waldorfpädagogik.

Und sie kann laut dem Co-Autor und Mitherausgeber Tobias Richter ein Vorbild für die Reform aller Schulen sein: "Das ist eigentlich der Waldorfpädagogik von Anfang an in den Schoß gelegt. Waldorfpädagogik heißt, sie muss sich situativ auf das einstellen was vor Ort mit den Kindern, was mit den Eltern, was mit den Lehrern zu realisieren ist. Wir haben da noch zu wenig das Potential ausgeschöpft, dass sich da viele bunte Hunde auch innerhalb der Waldorfszene entwickeln."

Service

Elisabeth Gergely, "Wiener Dialoge, der österreichische Weg der Waldorfpädagogik", Böhlau-Verlag