Turn On Architekturfestival

Bereits zum neunten Mal bietet das Architekturfestival Turn On heuer eine Mischung aus Leistungsschau, Diskussionsforum und Standortbestimmung des zeitgenössischen Bauens. Am 11. und 12. März 2011 widmet sich die Veranstaltung in der TU Wien und im ORF-RadioKulturhaus ausgewählten heimischen und internationalen Projekten.

Auch in dieser Ausgabe gibt es dazu neben Schwerpunktthemen - wie etwa Wohnbau, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - auch einen intensiven Dialog mit Bauherren und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Forschung.

Kulturjournal, 10.03.2011

In die Zukunft weisend

Nicht nur zeigen, wie es nicht geht, sondern vielmehr positive Schneisen in die Zukunft in Sachen zeitgemäßes Bauen zu eröffnen, das ist das primäre Ziel des Festivals Turn On. Mit seinem durchwegs hochkarätig besetzten Vortragsprogramm soll aber neben den Fachleuten durchaus auch das breite Publikum angesprochen werden. Es gilt, den Blick auf hochwertige zeitgenössische Architektur zu schärfen, und zwar nicht nur bei tatsächlichen Bauherren sondern ganz allgemein.

Eine sehr dynamische Architekturentwicklung in Österreich hat sich freilich auf die Auswahl der Schwerpunktthemen ausgewirkt. So stand etwa das Stichwort Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vor neun Jahren noch nicht wirklich im Vordergrund. Heute ist es ein wesentlicher Punkt im Vortragsprogramm, vor allem auch in Bezug auf die formale Umsetzung der neuen Herausforderungen.

Doch Turn On will auch den kleinen Bauherren ansprechen, sozusagen den Häuslbauer zu architektonischer Sorgfalt animieren: "Für mich als Festival-Leiterin kommt es nicht auf die Größe des Projektes an, sondern wirklich auf die Qualität des Projektes, auf das Spezifische des Architekturansatzes auch", so Festivalleiterin Margit Ulama.

Diskussionen abseits der Vorträge

Wie bei vielen anderen vergleichbaren Symposien, ist auch bei Turn On der Dialog zwischen Architekten, Bauherren, Stadtplanern, Politikern und Publikum abseits der Vorträge ganz wesentlich. Schon seit Jahren fixer Schwerpunkt ist dabei die aktuelle Entwicklung in Sachen Wohnbau.

"Bei Turn on werden auch sehr wichtige und sehr anspruchsvolle geförderte Wohnbauten in Wien vorgestellt - heute passiert da erfreulicherweise unglaublich viel", sagt Ulama. "Der geförderte Wohnbau nimmt auch für den frei finanzierten Wohnbau interessanterweise immer wieder eine Vorbildfunktion ein, und der differenzierte freie Raum vom Freiraum über den halböffentlichen bis zum privaten Freiraum ist ein ganz spannendes Thema."

Weitere Themen

Weitere Highlights der aktuellen österreichischen Architektur zu zentralen Themen wie Infrastruktur und Verkehr, Landschaft und Konstruktion oder Alt versus Neu vervollständigen das Programm des Festivals Turn On.

Die Vielseitigkeit der Bauaufgaben unterstreichen Projekte wie die Schiffsstation am Schwedenplatz oder das Eiermuseum Wander Bertoni - allesamt Beispiele, die zeigen, wie es eben auch gehen kann und soll.

Textfassung: Ruth Halle

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