Mögliche Kernschmelze in Reaktor 2
Fukushima: Plutonium in Bodenproben
Die Lage um das japanische Atomkraftwerk Fukushima wird immer bedrohlicher. Bei Messungen von Bodenproben in der Nähe des AKW sind Spuren von Plutonium entdeckt worden. Putonium ist hochgiftig und hat eine Halbwertzeit von bis zu 24.000 Jahren.
8. April 2017, 21:58
Abendjournal, 28.03.2011
Radioaktiv verstrahltes Wasser
Das ganze Wochenende über kamen ständig neue Schreckensmeldungen aus dem Reaktorblock 2 von Fukushima: zunächst die Berichte über hochradioaktiv verstrahltes Wasser, das meterhoch im Gebäude steht; dann das Eingeständnis, dass es dort wohl zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen ist, wie Regierungssprecher Edano dies heute verkündete.
Radioaktives Wasser außerhalb des Reaktors
Und nun dürfte das passiert sein, was Experten wohl schon länger befürchteten: Hochradioaktives Wasser ist nun erstmals außerhalb des Reaktorblocks 2 entdeckt worden. Das Wasser ist möglicherweise aus einem Loch in einem unterirdischen Tunnel ausgetreten, so der AKW-Betreiber TEPCO. Die Stelle, wo das Leck vermutet wird, liegt nur knapp 50 Meter vom Meeresufer entfernt. Wir prüfen nun, ob verseuchtes Wasser direkt ins Meer gelangt ist, so ein TEPCO-Sprecher.
Plutonium im Boden entdeckt
Doch dem nicht genug. Kurz danach die nächste Hiobsbotschaft: Auf dem Gelände des AKW wurde im Boden hochgiftiges Plutonium entdeckt. Was dies nun konkret für die mehr als 500 Arbeiter bedeutet, die derzeit im havarierten AKW arbeiten, darüber ließ TEPCO nichts wissen. Die Gefahr einer Verstrahlung von Boden und Wasser in der Umgebung des AKW ist jedenfalls enorm gestiegen, räumt auch der AKW-Betreiber ein.
Evakuierungzone bisher nicht ausgeweitet
Ob die Evakuierungszone von derzeit 20 Kilometer nun möglicherweise doch ausgeweitet werden könnte, wie dies Umweltschutzorganisationen fordern, ist offen. Bis jetzt hatte dies die japanische Regierung abgelehnt. Die jüngsten besorgniserregenden Entwicklungen könnten aber zu einem Meinungsumschwung führen.