SPÖ erwartet Reformen

In der SPÖ reagiert man auf den Wechsel an der ÖVP-Spitze vorsichtig positiv und sehr zurückhaltend. Bei den offenen Baustellen der Regierung wird aber erwartet, dass es mit dem neuen ÖVP-Chef zügig weitergeht.

Mittagsjournal, 15.04.2011

Reformer, "wenn man ihn lässt"

In der SPÖ-Ministerriege ist man sich einig - zum designierten ÖVP-Obmann Spindelegger sagt man jetzt vorerst lieber nichts. Zu Wort melden sich die Landeshauptleute der SPÖ. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hält Spindelegger durchaus für einen Reformer, allerdings nur, "wenn man ihn lässt", so Burgstaller unter Verweis auf die Bünde und Ländervertreter der ÖVP.

Rasche Reformen

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl drängt vor allem auf rasche Reformen bei Bildung, Heer und Gesundheit, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden müssten.

Das wünscht sich auch Niederösterreichs SPÖ-Chef Sepp Leitner, und hofft, dass der "Leidensdruck in der ÖVP" nun groß genug ist.

Konstruktives Warten

In der SPÖ-Zentrale zeigt man sich abwartend, aber betont konstruktiv. Auch bei den heißen Eisen Bundesheer und Bildung werde es jetzt weitergehen, glaubt SPÖ-Klubchef Josef Cap. Hoffnungsfroh in Sachen Reformen ist auch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas. Konkreter wird man heute in der SPÖ nicht. Man wartet auf die Gespräche auf höchster Ebene zwischen Kanzler und dem neuen Vizekanzler nächste Woche.