Wenn ganz Österreich klingt

Festivalkonzerte in Ö1

Alt und neu, groß und klein, bekannt und neuartig, beglückend und aufrüttelnd, alles das ist das Angebot der vielen und so vielfältigen Musikfeste in Österreich - eine unglaubliche Dichte und Intensität, die sich im Musikprogramm von Ö1 wiederfinden.

Barocktage im Stift Melk

Seit 20 Jahren gibt es die Internationalen Barocktage im Stift Melk - und in dieser größten und vielleicht prächtigsten Klosteranlage Österreichs erklingt zu Pfingsten wieder Großes und Prächtiges, zum Ruhme Gottes wie der Habsburger Kaiser, aufgeführt vom Ensemble Oltremontano, dem Hilliard Ensemble und Le Concert Brisé, aber auch Intimes mit Hiro Kurosaki und Wolfgang Glüxam als bewährtes Violone-Cembalo-Duo und, nicht zu vergessen, René Clemencic am Clavichord.

Wiener Festwochen

Drei Orchesterkonzerte beim Musikfest im Rahmen der Wiener Festwochen stellen Gustav Mahlers Symphonien Nr. 4, 7 und 9 ins Zentrum; es spielen die Wiener Philharmoniker unter Daniel Harding, das San Francisco Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas und die Bamberger Symphoniker unter Jonathan Nott.

Bertrand de Billy dirigiert die Wiener Symphoniker bei Liszts Faust-Symphonie, und Peter Eötvös erarbeitet mit dem rso Wien ein spannendes Programm mit Werken von Wagner, Britten, Harvey und Kodály.

styriarte

Pierre-Laurent Aimard wird heuer bei der styriarte sein "ganz persönliches Klavieralbum" mit Miniaturen von Beethoven bis Ligeti präsentieren - und an einem zweiten Abend mit dem Chamber Orchestra of Europe Mozart-Klavierkonzerte aufführen.

Natürlich fehlen auch nicht die Konzerte mit Nikolaus Harnoncourt, heuer unter anderem mit Haydns "Tageszeiten"-Symphonien und der "Cäcilienmesse".

Bregenzer Festspiele

Einen interessanten Schwerpunkt setzen neuerlich die Bregenzer Festspiele. Neben der neuen Oper Achterbahn der britischen Komponistin Judith Weir gibt das Symphonieorchester Vorarlberg unter Nicholas Collon ein Porträtkonzert dieser Künstlerin.

Carinthischer Sommer

Ein breites Angebot kennzeichnet auch heuer wieder den Carinthischen Sommer, wobei mit dem Preisträgerkonzert des Mahler-Kompositionswettbewerbs und einem Konzert mit Uraufführungen von Auftragskompositionen über den 148. Psalm ein bemerkenswerter Anteil dem gegenwärtigen Musikschaffen gewidmet ist.

Liszt-Festival

Dass im Liszt-Jahr beim Liszt-Festival in Liszts Geburtsort Raiding Liszts Musik im Zentrum steht, verwundert nicht, das Gesamtangebot in dem schönen neuen Konzertsaal ist aber ebenso vielfältig wie umfassend. Im Zentrum steht das Liszt'sche Œuvre für Orchester, das Martin Haselböck mit seiner Wiener Akademie komplett zur Aufführung bringt.

Musiksommer Niederösterreich

Der Musiksommer Niederösterreich eröffnet am 1. Mai mit dem Erstauftreten der frisch gekürten Siegerin des Warschauer Chopin-Wettbewerbs, Yulianna Avdeeva, beim Festival Klangraum in Waidhofen/ Ybbs. Und er geht in bunter Folge an vielen Spielstätten weiter, bis er traditionell mit dem Festival Musica Sacra schließt - unter anderem mit Händels Oratorium "Solomon" unter der Leitung von Otto Kargl.

Linzer Klangwolke

Am selben Tag, dem 11. September, breitet sich in Linz die Klangwolke aus: Sie tönt nach "Neuer Welt", mit Dvoráks Symphonie und Bernsteins Candide-Ouvertüre. Weitere Höhepunkte sind das Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly und das hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi.

Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele unterstreichen ihre Kompetenz im Bereich der zeitgenössischen Musik mit einer Reihe von Aufführungen der Komponisten Claude Vivier, Gérard Grisey, Karlheinz Stockhausen, Giacinto Scelsi und Georg Friedrich Haas.

Klangspuren Schwaz

Neue Musik aus Tirol gibt es wieder von den Klangspuren aus Schwaz zu hören, diesmal ist ein Spanien-Schwerpunkt angesagt, mit etablierten Komponisten wie Mauricio Sotelo und auch jungen, noch weniger bekannten Kolleg/innen.

Schubertiade

Bei der Schubertiade in Vorarlberg besucht man im Mai und im Oktober Hohenems, in den Monaten dazwischen ist man in Schwarzenberg zu Gast. Zu hören ist Hochkarätiges, bei weitem nicht nur vom Genius loci. Diesem huldigt heuer der US-Pianist Paul Lewis, der drei Soloabende gibt und dazu gemeinsam mit Mark Padmore die Schöne Müllerin interpretiert.

Padmore, Christiane Karg, Michael Schade, Anna Prohaska und Gerald Finley sind einige der prominenten Stimmen, die in unseren Übertragungen zu hören sein werden, dazu gibt es natürlich zahlreiche Programme mit Kammer- und Klaviermusik.