Filmfestival in Cannes eröffnet

Viel Glamour hat es gestern bei der Eröffnung der Filmfestspiele von Cannes gegeben. Die heurige, 64. Ausgabe verspricht besonders viel, sowohl was die Auswahl der Filme als auch die Anwesenheit der Stars betrifft.

Kultur aktuell, 12.05.2011

Allen außer Konkurrenz

Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci hat am Mittwochabend das 64. Filmfestival von Cannes an der Côte d'Azur eröffnet. Zuvor hatte er eine Goldene Palme für sein Lebenswerk erhalten. Im Anschluss wurde der neue Film von US-Starregisseur Woody Allen, "Midnight in Paris" gezeigt, der bei dem elftägigen Filmfest außer Konkurrenz läuft.

Neben den Oscar-Preisträgern Adrien Brody und Marion Cotillard sowie Hollywoodstar Owen Wilson hat darin auch die Ehefrau des französischen Präsidenten, Carla Bruni, eine kleine Rolle; sie kam aber nicht zur Vorstellung des Films.

Von Almodovar bis Trier

Ab Donnerstag wetteifern 20 Filmemacher um die Goldene Palme, die am Sonntag kommender Woche vergeben wird. Unter ihnen sind Pedro Almodóvar aus Spanien und Nanni Moretti aus Italien, der finnische Filmemacher Aki Kaurismäki und sein dänischer Kollege Lars von Trier. Almodóvar drehte erstmals seit Jahren wieder mit dem spanischen Star Antonio Banderas, er spielt in "La piel que habito" einen Schönheitschirurgen auf Rachefeldzug.

Das Gros der Wettbewerbsfilme kommt diesmal aus Europa, aus Asien und Amerika sind nur drei Filme dabei. Der einzige Film aus den Vereinigten Staaten ist "The Tree of Life" von Terrence Malick, in dem die beiden Superstars Sean Penn und Brad Pitt spielen. Österreich ist mit Markus Schleinzer im Hauptwettbewerb und Karl Markovics in der Reihe "Un certain regard" vertreten.

Niro auf französisch

Den Vorsitz der Jury hat Oscar-Preisträger Robert de Niro, der es sich zur Eröffnung nicht nehmen ließ, einige Worte auf französisch zu sagen und der zusammen mit Schauspielern wie Uma Thurman und Jude Law den besten Film auswählen wird.

Außer Konkurrenz läuft neben Woody Allens Film auch "Der Biber" von Oscar-Preisträgerin Jodie Foster, in dem sie an der Seite ihres US-Kollegen Mel Gibson eine der Hauptrollen spielt.

Ebenfalls nicht im Wettbewerb wird "La Conquête" ("Die Eroberung") gezeigt, ein Film über den Aufstieg des französischen Staatschefs Nicolas Sarkozy.

Text: APA, Red., Audio: ORF