Harry Potter in 3D

In der Nacht auf Mittwoch, 13. Juli 2011, pünktlich um null Uhr, wird der letzte Harry-Potter-Film "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil II" seine Österreich-Premiere erleben. Damit wird die erfolgreichste Saga der Kinogeschichte mit dem achten abendfüllenden Spielfilm ihren großen Ausklang erleben.

Für ein spektakuläres Ende ist gesorgt, verspricht der letzte Teil ja nicht nur die große Entscheidungsschlacht Harry Potters gegen den dunklen Lord Valdemort, sondern auch das erste Abenteuer des Zauberlehrlings in 3D.

Kultur aktuell, 12.07.2011

Schlachtenepos

Regisseur David Yates hatte sich schon im Vorfeld entschlossen, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, den siebenten Roman der Buchreihe, in zwei Teilen zu verfilmen. Was man sonst als reine Marketingstrategie hätte deuten können, macht hier inhaltlich durchaus Sinn, könnten die beiden Teile doch unterschiedlicher nicht sein. Denn während der erste Teil die Flucht von Harry und seinen Freunden Hermine und Ron vor den Mächten des Bösen beschrieb und deutlich der Dramaturgie eines Roadmovies folgte, kann der jetzige zweite Teil getrost als Schlachtenepos bezeichnet werden.

Regisseur David Yates: "Am Beginn des zweiten Teils ist Harry ein fest entschlossener Krieger. Er möchte die Sache zu einem Ende bringen. Er ist jetzt ein junger Mann und kein Kind mehr und er kennt in seiner Aufgabe Lord Valdemort zu töten kein Mitleid mehr."

Heiligtümer des Todes

Um sein Ziel zu erreichen, muss Harry die Heiligtümer des Todes sammeln, deren Existenz aber mehr als fragwürdig ist.

In der Entscheidungsschlacht stürmt die Armee des bösen Lord Valdemort die Zauberschule Hogwart. Das 3D-Format bringt es da mit sich, dass man von feuerspeienden Drachen, keulenschwingenden Riesen und besenreitenden Zauberlehrlingen umringt ist. Nach dem epischen Action-Spektakel kommt es dann zum intimen Duell der Giganten.

Hoher Marktwerkt

Unvorstellbare 15 Milliarden Dollar soll die Marke Harry Potter nach Expertenmeinung derzeit Wert sein. Hauptdarsteller Daniel Radcliffe hat er immerhin noch knapp 50 Millionen Euro eingebracht. Radcliffe hat sich übrigens bereits aus den Genre-Fängen und der Festschreibung als ewiger Zauberlehrling befreit. Derzeit ist er am Broadway im Einsatz und spielt außerdem die Hauptrolle im Thriller "The Woman in Black".

Autorin J.K. Rowling zeigte sich bei der Weltpremiere letzte Woche in London gerührt und angetan von dem letzten Teil der Saga. Bei dem Anlass erzählte sie auch von einem Besuch der Dreharbeiten: "Zu den Momenten, in denen ich wirklich stolz war, gehört mein Ausflug in die Leavesden Studios. Hunderte von Menschen arbeiteten da in den verschiedensten Bereichen an dem Film mit und für mich war das unglaublich. All diese Menschen hatten Arbeit, weil ich einmal vor vielen Jahren im Zug die Idee zu meinem Buch hatte."

Harry-Potter-Museum entsteht

Die von Rowling angesprochenen Leavesden Studios, 30 Kilometer nordwestlich von London gelegen, wo alle Szenerien für die Harry Potter Filme stehen, werden derzeit übrigens zum Museum umgebaut. Auch bereits abgerissene Schauplätze werden hier neu errichtet. Dieses Museum mit dem geplanten Namen Hogwarts Experience soll 2012 eröffnet werden. Das Reich des Zauberlehrlings wird zukünftig also auch in der wirklichen Welt eine Adresse haben.