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Gesellschaft

Renner-Preis an Michael Schrott

Auszeichnung für das Lebenswerk

Dienstagabend wurden im Wiener Rathaus im Rahmen eines Galaabends die "Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreise 2011" verliehen. Den Preis in der Kategorie Radio erhielt Ö1 Journalist Michael Schrott.

Der "Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis" des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) wird jährlich in den Kategorien Print, Radio, Fernsehen und Online vergeben. Dieser Preis ist die höchste Auszeichnung im österreichischen Journalismus, die Vergabe erfolgt für hervorragende Leistungen im Bereich der Publizistik in der jeweils abgelaufenen Periode oder für langjährige, hervorragende Tätigkeit.

DIE Stimme

In der Kategorie Radio gab es drei nominierte Ö1-Journalisten: Mag. Johannes Kaup für seine vierteilige "Radiokolleg"-Reihe "Die Welt im Jahr 2035 - Rückblicke aus einer nachhaltigen Zukunft", Christian Lerch für das in den "Hörbildern" ausgestrahlte Feature "Apocalypse Goa" und Michael Schrott für sein Lebenswerk. Der Preis wurde an Michael Schrott vergeben, denn, so die Jurybegründung: "Der Radiojournalist wird für seine herausragenden journalistischen Tätigkeiten in den Bereichen neue soziale Bewegungen, Jugendpolitik, ethnische Minderheiten und Alltagskultur und damit für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Schrott ist 'die' Radiostimme von Ö1 und Ö3."

Gratulationen

ORF-Radiodirektor Karl Amon gratulierte Michael Schrott zu dieser Auszeichnung, "mit der seine exzellente Arbeit gewürdigt wird. Sein Anspruch, aktuelle Themen und neue journalistische Zugänge mit einer Komponente der Bildung zu verbinden, ist neben seiner markanten Stimme zu seinem persönlichen Markenzeichen geworden. Die Würdigung des facettenreichen Schaffens von Schrott - von der 'Ö3 Musicbox' bis zur Ö1-Sendereihe 'Diagonal'‘, die er entscheidend geprägt hat - ist auch eine Auszeichnung für die ORF-Radios. Mit der akustischen Wochenendbeilage 'Diagonal' ist es Michael Schrott gelungen, ein 'Radio für Zeitgenossen'‘ zu entwickeln, das Maßstäbe für zeitgemäßen Radiojournalismus gesetzt hat."

Ö1-Senderchefin Bettina Roither: "Ich freue mich für Michael Schrott, weil mit ihm ein Radiomacher im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet wird: Schrott ist nicht nur ein vorzüglicher Radiojournalist, er war als langjähriger Verantwortlicher für die Sendereihe ,Diagonal‘ ein wichtiger Baustein im Gesamterfolg von Ö1, mit seiner einprägsamen Präsentation hat Michael Schrott viel zur Unverwechselbarkeit der Sendung beigetragen."

Werdegang

Michael Schrotts journalistische Arbeit begann 1968 als Chronik-Reporter für "Österreich-Bild" und "Zeit im Bild". Erste Radioerfahrungen machte er 1969 während des Präsenzdienstes beim Schulungssender des Bundesheeres. Fürs Radio arbeitete er ab 1971 bei der "Ö3-Musicbox" mit den Schwerpunkten neue soziale Bewegungen, Jugendpolitik, ethnische Minderheiten und Alltagskultur. Neben seiner Tätigkeit bei der "Ö3-Musicbox" war Schrott zwischen 1980 und 1984 auch für die Ö3-Live-Diskussionsreihe "Funkverbindung" verantwortlich. Zu Schrotts größten Erfolgen zählt die mit dem "Andreas-Reischek-Preis" sowie dem "Premio Goethe" ausgezeichnete 50-teilige Radioserie "Italienische Reisen - Goethe 1786 - Schrott 1986", an der er ein halbes Jahr gearbeitet hatte. Sie wurde 1986 in der "Ö3-Musicbox" ausgestrahlt und 2007 in Ö1 wiederholt. Bis 1990 arbeitete Schrott weiterhin für die "Musicbox", danach konzentrierte er sich als Redaktionsleiter ganz auf die Sendung "Diagonal - Radio für Zeitgenossen", bei der Schrott bereits seit ihrem Start 1984 in Ö1 mitarbeitete. Bis Ende 2006 war Schrott zusätzlich Sendungsverantwortlicher für die sonntägige Ö1-Musiksendung "Spielräume spezial".

Zur Sendung

oe1.ORF.at - Diagonal

21.12.2011

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