Ausgleich für Flugreisen

Boku präsentiert neues CO2-Kompensationssystem

In der Nähe der Stadt Gondar im Norden Äthiopiens betreibt die Universität für Bodenkultur eines ihrer Klimaschutzprojekte. Auf einer Brachfläche werden Bäume gepflanzt, der entstehende Wald soll in den nächsten 30 Jahren tausende Tonnen CO2 binden.

Das Projekt soll aber nicht das einzige im Rahmen des CO2-Kompensationssystems bleiben, sagt Martin Gerzabek, der Rektor der Universität für Bodenkultur: "Das müssen nicht nur Aufforstungsprojekte sein, auch bei ackerbaulichen Systemen kann man natürlich durch Veränderungen in der Fruchtfolge, durch Veränderungen in der Bodenbearbeitung dann hier auch zusätzliche Kohlenstoffbindung herbeiführen."

Mit dem CO2-Kompensationssystem gleicht die Universität für Bodenkultur bereits CO2-Emissionen durch Reisen des eigenen Personals aus. Ab jetzt steht das System auch anderen Einrichtungen und Privatpersonen zur Verfügung.

"Das geht dann auch nicht nur um den Verkehr, sondern in Richtung Kongressabwicklungen und ähnlichen größeren Projekten. Das ist methodisch um einiges schwieriger und daher starten wir jetzt mit den Flügen und versuchen das dann Schritt für Schritt weiter zu entwickeln", sagt Gerzabek.