Neues Stück von Lukas Bärfuss

Zwanzigtausend Seiten

Lukas Bärfuss ist derzeit der namhafteste Dramatiker der Schweiz. Jetzt hat Bärfuss, der zurzeit am Schauspielhaus Zürich als Dramaturg und Autor engagiert ist, ein neues Stück geschrieben. Es heißt "Zwanzigtausend Seiten" und wurde am Donnerstag, 2. Februar 2012, in der Box im Schiffbau, einer Werkstattbühne des Zürcher Schauspiels, uraufgeführt.

Kulturjournal, 03.02.2012

Die Aufregung war groß. In einem erschütternden Bericht hielt der US-Staatssekretär Stuart Eizenstat der Schweizer Nationalbank vor, dass sie Nazi-Deutschland Raubgold-Beute aus dem Vernichtungsfeldzug gegen die Juden abgekauft hatte und wie systematisch das passiert sei. Die Enthüllungen waren damals in der Schweiz das Thema Nummer 1. Damals, das war vor 15 Jahren. Und die nachfolgende Debatte, die ist längst verstummt.

Jetzt will der Schweizer Dramatiker Lukas Bärfuss dem politischen Gedächtnis der Eidgenossen wieder auf die Sprünge helfen - mit seinem neuen Stück "Zwanzigtausend Seiten", das am Donnerstag, 2. Februar 2012, am Schauspielhaus Zürich in der Regie von Lars-Ole Walburg uraufgeführt wurde.