Elternvertreter drohen mit Klage

Geht es nach Bildungsministerin Claudia Schmied, dann ist die Zentralmatura ab dem Schuljahr 2013/14 beschlossene Sache. Ein Jahr später soll sie auch für die Berufsbildenden Höheren Schulen gelten. Doch Schüler, Lehrer- und Elternvertreter kritisieren den engen Zeitrahmen und fordern eine Verschiebung des Termins.

Mittagsjournal, 9.3.2012

Helga Lazar

Elternvertreter: "Zeitplan zu knapp"

Weder Lehrplan noch Unterricht seien flächendeckend auf die Zentralmatura eingestellt, kritisiert Theodor Saverschel, Vorsitzender des Bundesverbandes der Elternvereine an Mittleren und Höheren Schulen. Sollte der erste Maturantenjahrgang deutlich schlechter abschneiden als die Maturanten vergangener Jahre, wolle man klagen. Es gehe ihm um die Verbesserung der Qualität. Und wenn diese nicht gegeben sei, dann müsse man eben rechtliche Schritte einleiten, so Saverschel.

Schmied: "Matura wird bestens vorbereitet"

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ)beschwichtigt. Dieses Szenario werde nicht kommen, da alle Maturabeispiele ausreichend getestet würden. "Ich kann allen die Sicherheit geben, dass das eine der am besten vorbereiteten Maturaprüfungen sein wird", so Schmied.

Vor allem im Fach Mathematik gibt es seitens der Elternvertreter die meisten Einwände. Der erste Jahrgang müsse laut einem Papier des Bildungsministeriums bereits ab der fünften Klasse so unterrichtet werden, wie dies nach der neuen Matura gefordert sei, so Saverschel. "Wir sind bereits im zweiten Semester der sechsten Klasse noch lange nicht so weit."

Schmied möchte diese Bedenken mit "verstärkter Kommunikation" ausräumen. Eine Verschiebung der Zentralmatura schließt sie aber dezidiert aus.