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Wissen

Augmentierte Realität im Unterricht

Virtualität kombiniert mit Realität

"Augmentierte Realität" nennt sich eine Technik, die es beispielsweise Smartphones erlaubt, virtuelle Informationen mit der Wirklichkeit auf dem Display zu kombinieren. Diese Technik kann auch in der Schule eingesetzt werden.

Man steht vor einem Gebäude und hält die Kamera seines Smartphones darauf - Sofort erscheint der Name des Gebäudes am Display. Das ist ein Beispiel für Augmented Reality, oder erweiterte Realität. Eine intelligente Technologie, die künftig auch Wissen vermitteln soll.

So gibt es zum Beispiel schon Software-Prototypen für den Chemieunterricht, mit denen Schüler virtuell mit Molekülen experimentieren können, sagt Reinhold Behringer, Professor für kreative Technologie an der Leeds Metropolitan University in England.

Das Ganze funktioniert so: Der Schüler oder die Schülerin steht vor einem Tisch mit verschiedenen Karten aus Papier oder Karton. Mit einer Kamera werden diese Karten abgefilmt - Und die grafischen Symbole auf den Karten werden von einem Computer interpretiert. Der macht auf einem Bildschirm aus den einzelnen Karten 3D-Bilder von Molekülen. Durch das Bewegen der Karten verschieben sich auch die Moleküle am Bildschirm.

Der Einsatz von augmentierter Realität sei eine zukunftsweisende Unterrichtsmethode, meint Reinhold Behringer. Die bisher entwickelten Programme seien aber allesamt noch Prototypen. Auf fertig entwickelte Softwarepakete für Schulen werde man deshalb noch ein paar Jahre warten müssen, sagt Behringer.

Gestaltung: Florian Petautschnig · 12.04.2012

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