Kopf (ÖVP): Große Koalition zu präferieren
ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf sieht im Wahlergebnis zwar ein knappes Votum für die Große Koalition. So weiterzumachen wie bisher, sei daraus aber sicher nicht abzulesen, so Kopf im Ö1-Morgenjournal. Eine Zweierkoalition sei einer Dreierkoalition jedenfalls vorzuziehen.
27. April 2017, 15:40
Morgenjournal, 30.9.2013
ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf im Gespräch mit Christian Williwald
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Stil und Inhalte ändern
Dennoch sei die Große Koalition "keine gemähte Wiese", so Kopf. Der potenzielle Koalitionspartner müsse bereit sein, im Stil und in den Inhalten etwas zu ändern. Es gehe um die gemeinsame Darstellung von Kompromissen und Lösungen. "Aber wenn es so weitergeht, dass wir uns fünf Jahre die Schädel einhauen, dann ist es besser, wir lassen es und suchen uns wen anderen."
Fünf Jahre Wahlkampf
"Die Wähler haben gesagt: 'Ein Mal noch, aber wehe, wenn nicht'", so Kopf. Die Regierung müsse im Stil und in den Inhalten "etwas anderes" vorlegen als bisher. Kopfs grundsätzliche Kritik am bisherigen Koalitionspartner: "Es ist mir vorgekommen wie fünf Jahre Wahlkampf, nur zwischen Rot und Schwarz." Konkret nennt er dabei die "Gerechtigkeit"-Parolen der SPÖ, meint aber selbstkritisch, dass auch die ÖVP viel in diesem Stil betrieben hätte. Es habe keinen Sinn, ständig das Trennende in den Vordergrund zu stellen: "Bei Steuern, beim Sozialen, bei der Bildung war permanent im Vordergrund, die einen wollen das und die anderen wollen das, und geschehen ist nichts." So sei das zumindest beim Wähler angekommen. Die Wirtschaft warte auf Reformen, in der Bildung habe man sich um das "Goldene Kalb Gesamtschule" herumgedreht, analysiert der ÖVP-Klubchef.
