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Politik
EU-Wahl 2014

EU-Wahl: Entscheidungshilfe im Internet

Welcher Liste soll ich am 25. Mai, bei der Europawahl meine Stimme geben? Hilfe bei dieser oft schwierigen Entscheidung könnte nun ein Internet-Fragebogen leisten. Dort bekommt man aufgelistet, zu wie viel Prozent man mit welcher Partei übereinstimmt. Solche Projekte gab es auch bei österreichischen Wahlen schon vereinzelt, jetzt erstmals für alle 28 EU-Länder, offiziell unterstützt durch das Europäische Parlament.

Mittagsjournal, 26.4.2014

Einfache Sachthemen

In Österreich waren es vier Politologinnen und Politologen der Universität Wien, die die europapolitischen Aussagen der Parteien analysiert und versucht haben, Themenfelder zu finden, anhand derer man die Parteien gut von einander unterscheiden kann. Politikprofessor Peter Filzmaier, Unterstützer des Projekts, erklärt die Grundzüge: "Man kann seine eigene Meinung zu einfachen Themen mit den Parteipositionen vergleichen, beispielsweise, ob Österreich beim Euro bleiben soll oder nicht, ob das österreichische Bankgeheimnis in der EU gewahrt werden soll oder nicht, aber auch ob das Solidaritätsprinzip in der EU, dass die reicheren Länder den ärmeren etwas abgeben, wirklich umgesetzt werden soll."

30 Fragen

Es sind vor allem Thesen, die dem interessierten Internet-Besucher vorgelegt werden, wie zum Beispiel "Die Rechte von EU-Bürgern, in Österreich zu arbeiten, sollten eingeschränkt werden". Dann klickt man eine von fünf Varianten an - zwischen "Stimme vollkommen zu" bis "Stimme überhaupt nicht zu", eigentlich gibt es auch noch eine sechste, nämlich die lautend auf: "Keine Meinung". Zum Schluss kommt dann heraus, zu jeweils wieviel Prozent man mit den Ideen aller neun in Österreich antretenden Parteien übereinstimmt. Also zum Beispiel 36 Prozent mit der A-Partei und 28 Prozent mit B-Partei etc., etc.. Summe der Prozentzahlen daher über 100.

Sympathie wird nicht gemessen

Das ganze ist keine ausdrückliche Wahlempfehlung betonen die Seitengestalter. Politologe Filzmaier erklärt warum: "Gemessen wird die thematische Übereinstimmung bei ausgewählten Themengebieten, nicht die Sympathie oder Antipathie für einen Spitzenkandidaten."

Neben Österreich kann man sich in jedes andere Teilnehmerland einklicken und sich in der dortigen Parteienlandschaft umsehen. Peter Filzmaier will mit www.euvox.eu vor allem jene ansprechen, die bisher weniger an der EU-Wahl interessiert waren und spielerisch neugierig gemacht werden können.

26.04.2014

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EUvox 2014

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