Julia Lacherstorfer, Jazz und improvisierte Musik

Julia Lacherstorfer studiert an der Anton Bruckner Privatuniversität Jazz und improvisierte Musik und ist mit ihrer Band "Alma" über die Grenzen Österreichs hinaus erfolgreich. Dieses Jahr erhielt sie ein STARTstipendium des BMUKK 2014.

Julia Lacherstorfer

Geboren: 1985 in Kirchdorf an der Krems/ OÖ

Aktuelles Studium: Jazz und improvisierte Musik/ Violine, bei Andreas Schreiber, Anton Bruckner Privatuniversität

Mein größter Erfolg: … dass ich von Musik leben kann.

SEBASTIAN SCHMID

Was ist Kunst?

Kunst ist, wenn man seine eigene innere "Sprache" gefunden hat, in der man sich auszudrücken vermag. In welcher Form auch immer.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

In unserer Familie wurde immer viel musiziert, mit den Eltern und Großeltern, und es hat sehr viel Austausch mit Musikgruppen aus aller Welt gegeben. Das hat eine große Leidenschaft entfacht, die sich im Laufe der Zeit zu verschiedenen Studien, Begegnungen und in Folge zu sogenannter "Kunst" entwickelt hat.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Kunst kommt von lieben.

Wo würden Sie am liebste auftreten?

In allen Ländern der Welt.

Mit wem würden Sie gerne zusammen arbeiten?

Es gibt viele nordische Musiker/innen, die mich extrem faszinieren, und deren Musikzugang mich sehr anzieht, wie zum Beispiel die von Nils Økland, Harald Haugaard, Christian Wallumrød, u.v.m....
Nordische Musik hat ja eine sehr starke Geigentradition und für mich etwas Erhebendes und Melancholisches zugleich. Sie ist zur Zeit mein größter Inspirator.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Wenn man von Kunst leben will, braucht man einen "Markt". Aber einen, der die Kunst um ihrer selbst Willen will, nicht einen, der sie versucht anzupassen und zu kommerzialisieren.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Es kann nie zu viel Kunst geben.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für Reisen.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Gute Frage.

Haben Sie einen Plan B?

Nein.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Wahrscheinlich irgendwo mit meiner Band "Alma" im Zug oder einem Restaurant, vollbepackt mit Koffern und Instrumenten, wahrscheinlich nicht gerade leise. Das mag die Belegschaft oft nicht so gern.

Wollen Sie die Welt verändern?

Ja.