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Talentebörse

Nicole Weniger, bildende Kunst

Nicole Weniger, geboren 1987 in Innsbruck, hat Transmediale Kunst sowie Kunst und kommunikative Praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien studiert. Die Arbeiten von Nicole Weniger kreisen um die Themen Anwesenheit und Abwesenheit, Konstruktion von Erinnerung, Orientierungslosigkeit und Suche.

Was ist Kunst?

Kunst kann Unsichtbares sichtbar machen und die Möglichkeit bieten die Umwelt von einer anderen Perspektive aus zu sehen.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Über einen starken Freiheitsdrang und große Neugierde für Unbekanntes. Schon immer hat mich die gedankliche und emotionale Ebene, die sich durch Kunst eröffnet, fasziniert. Als ich in Innsbruck aufwuchs war´s mir dort oft zu eng. Da war Kunst für mich eine Möglichkeit aus diesem Umfeld auszubrechen. Der Versuch das Wahrgenommene, Gefühlte, Gedachte zu visualisieren, gab mir ein gewisses Freiheitsgefühl und die Welt, die mir die Kunst eröffnete gab mir Freiraum. Ich begann in Innsbruck mit einem Architekturstudium, merkte aber schnell, dass ich meine Ideen, besser im Kunstfeld umsetzen konnte und begann in Wien Transmediale Kunst bei Brigitte Kowanz zu studieren. Mittlerweile inspiriert mich meine Heimat und ich sehe wie stark mich die Landschaft, in der ich aufgewachsen bin, geprägt hat.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Kunst kommt in erster Linie von Wollen. Mit dem Willen kommt das Können. Und dann kann man bestenfalls irgendwann eh nicht mehr anders und muss...

Wo würden sie am liebsten arbeiten?

In Museen. Mich interessiert es raumübergreifend zu arbeiten und die Grenze zwischen Kunstwerk und Raum verschwimmen zu lassen.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Künstler/innen, die eine ähnliche Herangehensweise haben und mit denen ich mich auf einer gedanklichen und technischen Ebene ergänze.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

23 Prozent.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Noch zwei bis drei männliche Maler und dann könnt´s sein, dass er platzt.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Kommt darauf an wieviel Geld mein letztes Geld wäre. Bei einem Euro eine Wurstsemmel. Bei mehr einen Flug in die Stratosphäre.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Ich will es mit meiner Kunst soweit geschafft haben, dass ich gut davon leben kann.

Haben Sie einen Plan B?

Nein.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Am Mittwoch im Leiner.

Wollen Sie die Welt verändern?

Auf jeden Fall will ich dazu beitragen, dass die Welt nicht ganz den Bach runtergeht. Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist für jeden Einzelnen dies zu tun.

01.09.2016

Service

Nicole Weniger

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