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Marko Dzomba, Saxophon

Marko Dzomba, geboren 1990 in Serbien, studiert Saxophon an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er ist als Solist und Kammermusiker tätig, Mitglied des Sonus Saxophonquartetts und Gewinner von mehreren internationalen Wettbewerben. Zuletzt wurde er mit dem "Rising Star Award 2016" ausgezeichnet.

Was ist Kunst?

Alles wodurch man sich ausdrücken kann, jede Arbeit und jede Tat, wo man seinen persönlichen Stempel hinterlassen kann.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Bin selber noch auf der Suche danach, nach meinem Sound, meinem persönlichen Stempel.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Ich würde sagen, dass man für die Kunst ein KÖNNEN durch WOLLEN erreichen MUSS, was natürlich eine längere Zeit braucht. Also die Kunst kommt letztendlich aus Geduld.

Wo würden Sie am liebsten auftreten?

Überall wo man es gerne anhören/ansehen möchte was ich anzubieten habe. Gutes Feedback vom Publikum ist das Wunderschönste, das man als Musiker bekommen kann.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Mit jedem motivierten, ehrgeizigen, fleißigen Menschen und, falls es noch dazu zwischenmenschlich gut passt, macht die Arbeit noch schöner.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Man sollte aufpassen, wenn es darum geht, Kompromisse in der eigenen Arbeit zu machen. Oft passiert es, dass man den Marktbedarf, als Leitfaden für seine künstlerische Tätigkeit benutzt. Dadurch wird das Werk generisch, und man kann es nicht mehr als künstlerisch bezeichnen.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Das hängt davon ab, wie viel man sich selber erlaubt. Wenn man versucht etwas Neues und Ungewöhnliches zu machen, ist es wahrscheinlischer, dass diese Kunst am Anfang nicht so gut angenommen wird. Aber wenn es dieses Risiko nicht gäbe, gäbe es auch keine Kunst.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für Essen. Es gibt einen Grund, warum "panem" in "panem et circenses" zuerst steht.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Irgendwo, wo Arbeit Genuss heißt.

Haben Sie einen Plan B?

Mich noch mehr zu bemühen, dass Plan A funktioniert.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Jedes Mal in der Früh, wenn ich mich vor dem Spiegel anschaue.

Wollen Sie die Welt verändern?

Natürlich.

09.12.2016

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