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SEPP GALLAUER

Theater in der Josefstadt

Eine Gruppe von Ö1 Club-Mitgliedern war am 2. Februar zum Besuch der Uraufführung von "Heilig Abend" inklusive eines Sektgutscheins und Programmhefts sowie zur Premierenfeier in den Sträußelsälen eingeladen, die in Anwesenheit der Schauspieler/innen und des Leading-Teams stattfindet.

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Daniel Kehlmanns "Heilig Abend" wird am 2. Februar in der Regie von Herbert Föttinger im Theater in der Josefstadt uraufgeführt. Der Schriftsteller ließ sich zu seinem Zwei- Personen-Stück von Fred Zinnemanns "High Noon" (1952) inspirieren. Seit seiner Kindheit habe er den Film wegen der Uhr geliebt: "Am Anfang sieht man die Uhrzeit, man weiß, dass zur Mittagsstunde die Mörder kommen werden, und von da an zählt man die Sekunden und folgt dem Sheriff bei seiner vergeblichen Suche nach Bundesgenossen. "High Noon" ist einer der wenigen perfekten Filme – nicht zuletzt, weil in ihm die erzählte Zeit und die Zeit, in der der Film selbst vergeht, identisch sind", so Kehlmann. Er habe etwas Gleichartiges schaffen wollen, mit einer Uhr im Blickfeld der Bühnenfiguren wie des Publikums.

Maria Köstlinger und Bernhard Schir

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Maria Köstlinger und Bernhard Schir

Kehlmanns zweiter Antrieb für das Stück waren die Aufdeckungen des Whistleblowers Edward Snowden: "Das Ausmaß der staatlichen Überwachung in der elektronischen Welt, die Willkür der Geheimdienste, die Möglichkeit der Polizei, unsere Leben in einem Ausmaß zu beobachten, wie wir es uns früher nicht hätten vorstellen können. Also schrieb ich zum ersten Mal etwas im weitesten Sinn Aktuelles, ein Stück, das auf die Ereignisse in den Schlagzeilen reagieren sollte – wenn auch auf eine verschobene, gewissermaßen spiegelverkehrte Art. Aber wichtiger noch: Ich wollte die Reduktion auf die Grundsubstanz des Theaters. Ein Konflikt zwischen zwei Menschen. Eine Gefahr, eine Ermittlung. Und die wie immer zu schnell vergehende Zeit." Es spielen Maria Köstlinger und Bernhard Schir.

Service

Ö1 Club-Mitglieder erhalten an der Tages- und Abendkassa am Aufführungstag ermäßigten Eintritt (minus zehn Prozent).

Theater in der Josefstadt

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