Szenenfoto "Battlefield"

Wiener Festwochen/Pascal Victor, ArtComArt

"Battlefield" bei den Wiener Festwochen

Eine Gruppe von Ö1 Club-Mitgliedern war am 16. Juni nach einem Aperitif und einer Werkeinführung zum Besuch der Premiere von "Battlefield" in der Halle E im MuseumsQuartier eingeladen. Im Anschluss gibt es einen Umtrunk.

Im Rahmen der Wiener Festwochen, die heuer vom 12. Mai bis 18. Juni stattfinden, hat das Stück "Battlefield" Premiere. Der 92-jährige britische Theaterregisseur Peter Brook und seine langjährige Mitarbeiterin Marie-Helene Estienne haben aus dem indischen Volksepos Mahabharata und dem gleichnamigen Stück von Jean-Claude Carriere ein Destillat geschaffen.

Battlefield zeigt die apokalyptischen Nachwirkungen des Krieges zwischen den rivalisierenden Königsfamilien der Pandavas und Kauravas. Angesichts Millionen Toter auf dem Schlachtfeld kann König Yudhishthira seinen Sieg nur als Niederlage empfinden. Mithilfe seiner Mutter Kunti und dem blinden König Dhritarashtra, der auf der gegnerischen Seite seine 100 Söhne verloren hat, versucht er zu ergründen, wie er angesichts seiner Schuld inneren Frieden finden kann.

Großer Ernst und spielerische Leichtigkeit verbinden sich auf der Bühne: Begleitet von den Schlägen der Trommel von Toshi Tsuchitori werden die vier Darsteller/innen zu Sieger/innen und Besiegten, Würmern und Adlern, Opfern und Täter/innen und verwandeln seidene Schals in Flüsse oder Leichentücher. Brook und Estienne verhandeln in ihrem Werk Fragen nach Verantwortung, Schuld und Vergebung in einer von Konflikten und Kriegen zerrütteten Zeit, die aus Battlefield eine Parabel für die Gegenwart machen. Diese Fragen richten sich an Trump, Putin, Erdoğan und Assad, aber auch an alle anderen Staatsoberhäupter dieser Welt.

Service

Ö1 Club-Mitglieder erhalten bei den Wiener Festwochen ermäßigten Eintritt (minus 15 Prozent auf ausgewählte Veranstaltungen).
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