Haus für Mozart

Andreas Kolarik

Salzburger Festspiele

Eine Gruppe von Ö1 Club-Mitgliedern ist am 27. August nach einer Werkeinführung bei einem Glas Festspielwein zum Besuch der Vorstellung von Wozzeck eingeladen.

Die Salzburger Festspiele, die vom 21. Juli bis 30. August stattfinden, widmen sich heuer den Phänomenologien der Macht, um das enge Zusammenspiel von Kunst und Gesellschaft vor Augen zu führen und zum Nachdenken anzuregen. Alle präsentierten Opern, Dramen und auch die Konzertstücke bieten tiefe Reflexionen über Strategien der Macht, über den daraus resultierenden Verlust menschlicher Bindungen und das Abgleiten aus sozialen Gefügen.

Ab 8. August ist im Haus für Mozart in der Regie von William Kentridge Alban Bergs Oper Wozzeck zu sehen. Das 1925 uraufgeführte Werk beruht auf Georg Büchners Dramenfragment Woyzeck (1836), das Berg 1914 in einer Aufführung gesehen und in dem er sofort ein Sujet für eine Oper entdeckt hatte. Was ihn wohl am meisten ansprach, war die Schilderung einer Gesellschaft der Verlorenen: Hier sind alle Hierarchien von Willkür und Brutalität geprägt, und es besteht kein gesellschaftlicher Konsens über die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen.

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