Jan Fabre Teaching Group

GUIDO MENCARI

ImPulsTanz startet

Mit 63 internationalen Produktionen, zwölf Uraufführungen, 31 österreichischen Erstaufführungen und über 250 Workshops ist das ImPulsTanz-Festival längst fixer Bestandteil des sommerlichen Eventkalenders von Wien. Am Donnerstag wird das Festival von Jan Fabre eröffnet und bietet bis 13. August Tanz, Performance und Workshops auf 18 Spielstätten.

Morgenjournal, 12.7.2017

Intendant Karl Regensburger im Gespräch
Marie-Therese Mürling

Die Kunst bestimmt das Programm

Das Geheimnis sei es neugierig zu bleiben, bis März offen für neue Produktionen zu sein und sich einzugestehen, niemals ausgelernt zu haben. So erklärt Karl Regensburger seine Art zu kuratieren und den Erfolg seines Festival. Als Gründer und Intendant seien es nämlich die Künstlerinnen und Künstler, die das Programm bestimmen, und nicht Regensburger selbst. Sie seien es, die den so genannten State of Art verkörpern und Themen des zeitgenössischen Tanzes ansprechen.


Jan Fabre im Leopold Museum

Eröffnet wird in diesem Jahr mit Jan Fabre. In seinem Selbstporträt "I am a Mistake. A new solo performance" ist der Belgier im Leopold Museum auf der Suche nach seinem schizophrenen Selbst, wo auch die Sonderausstellung "Stigmata - Actions & Performances 1976-2016" zu sehen ist, kuratiert von Germano Celant zu Fabres 40 Jahren Performanceschaffen.

Kriegs- und Volkstänze aus Österreich

Neben internationalen Künstlern, wie Jan Fabre, Rosas oder Michael Laub, der mit seiner Produktion "Fassbinder, Faust and the Animists" im Akademietheater als österreichische Erstaufführung zu sehen ist, sind auch dieses Jahr wieder österreichische Companien Teil des Programms. Etwa Amanda Pina & Daniel Zimmermann führen mit Nadaproductions im Volkstheater unter dem Titel "War" Kriegstänze auf. Und Simon Mayers "Sons of Sissy" experimentiert mit Traditionen, Volkstänzen und Volksmusik.

Tanz und Performance inklusiv gedacht

Im Rahmen des EU-Projekts "The Humane Body - Ways of Seeing Dance" werden vier Produktionen für Blinde und Sehbehinderte durch Audiodeskriptionen und Touch-Touren erlebbar gemacht. So soll Bewusstsein für Blinde und Sehbehinderte als Publikum für zeitgenössischen Tanz und Performance geschaffen werden, um es inklusiv zu erweitern.

Erweitertes Workshop-Programm

Ob Profi oder Anfänger/in, ob Kleinkind oder 55plus - für jeden Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, sei ein passender Workshop dabei. Geleitet werden die Workshops und Seminare von nationalen und internationale Choreograf/innen und Dozent/innen. Getanzt und performt darf so gut wie alles - von klassischem Ballett, über Parkour und Hip-Hop, bis hin zu Bollywood-Dance, Afro-Fusion oder auch Yoga.

Abgerundet wird das Festival durch Buchpräsentationen, Filmvorführungen, Ausstellungen und natürlich durch die legendären ImPulsTanz-Partys.

Sevice

ImPulsTanz - 13. Juli bis 13. August 2017

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