Lichtspiel auf Steinboden

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Marlen Haushofer: "Der Drachen" und "Die Beichte"

Quelle: Marlen Haushofer, Begegnung mit dem Fremden, Erzählungen, Claassen Verlag

Die 1920 in Frauenstein geborene Marlen Haushofer begann schon als Kind, literarische Texte zu verfassen, die sie jedoch geheim hielt. Erst nach Ende des 2. Weltkriegs fing sie an, ihre Texte in verschiedenen Zeitungen zu publizieren. Sie suchte aktiv den Anschluss an die Wiener Literaturszene, wodurch sie ihren späteren Mentor und Unterstützer Hans Weigel kennenlernte. In seiner Reihe „Junge österreichische Autoren“ erschien 1953 Haushofers erstes Buch, die Erzählung „Das fünfte Jahr“. Zuvor hatte sie bereits zwei Romane verfasst, die jedoch auf Anraten Weigels nicht veröffentlicht wurden. Sie sind bis heute verschollen. In den darauffolgenden Jahren schrieb die Autorin mehrere Romane und Erzählungen. Zu den bekanntesten gehören die Novelle „Wir töten Stella“ und der Roman „Die Wand“, für den sie 1963 den Arthur-Schnitzler-Preis erhielt. Mitte der 1960er Jahre erkrankte Haushofer an Knochenkrebs und starb 1970, mit nur 49 Jahren, nach einer Operation.

Marlen Haushofer: "Der Drachen" und "Die Beichte"

Es liest Regina Fritsch.
Marlen Haushofer: Der Drachen / Die Beichte
Aus: Begegnung mit dem Fremden. Erzählungen © Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin