Ilse Aichinger

APA/Barbara Gindl

Ilse Aichinger: "Die größere Hoffnung"

Quelle: Ilse Aichinger, Die größere Hoffnung, S. Fischer Verlag

Ilse Aichinger wurde 1921 in Wien geboren. 1947 veröffentlichte sie ihren Debutroman „Die größere Hoffnung, der stark autobiographisch geprägt ist. Wie die Protagonistin Ellen wurde auch Aichinger als „Halbjüdin“ nicht direkt von den Nationalsozialisten verfolgt. Der jüdische Teil ihrer Familie, bei dem sie aufwuchs, lebte jedoch in ständiger Angst vor der Deportation. Aichingers Großmutter und ihre Tanten wurden in nationalsozialistischen Lagern ermordet. Ihre Mutter überlebte den Holocaust, weil sie sich bei ihrer Tochter in der Wohnung versteckte, während Aichingers Zwillingsschwester mit einem Kindertransport nach Großbritannien flüchten konnte. Als "Die größere Hoffnung" erschien, war die Autorin 27 Jahre alt. Nach mehreren erfolgreichen Publikationen in den 1950er Jahren zog sie sich immer mehr aus der Literaturszene zurück und veröffentlichte nur noch wenige Texte. "Die größere Hoffnung" blieb ihr einziger Roman. Ilse Aichinger starb 2016 in Wien.

Ilse Aichinger: "Die größere Hoffnung"

Es liest Eva Mayer.