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Salzburger Festspiele 2018

206 Aufführungen in 42 Tagen an 18 Spielstätten, das sind die Eckdaten der Salzburger Festspiele 2018. Es ist der zweite Sommer, den Markus Hinterhäuser geplant hat. Die Plakate zeigen Bilder von Cy Twombly, passend zu Passion und Leidenschaft bis hin zur Raserei, den großen Themen im nächsten Jahr.

Mittagsjournal | 08 11 2017

Eva Halus

Macht war das Thema des heurigen Festspielsommers, Intendant Markus Hinterhäuser will für 2018 daran anknüpfen: Passion, Leidenschaft seien die wesentlichen Kraftfelder einer anderen Machtausübung, "die eine sehr fragile Weltordnung in ein dramatisches Ungleichgewicht bringen können", so der Intendant.

Fünf Opern-Neuinszenierungen

Die Themen ziehen sich wieder durch das Schauspiel bis zu den Konzerten und werden von den Opern angeschlagen: "Salome", "Pique Dame", "L’incoronazione di Poppea" und "The Bassarids" von Hans Werner Henze. Die erste Oper des Sommers wird die "Zauberflöte" sein, auch das ein Statement zu den großen Themen des Sommers.

"Bleibt man bei der 'Zauberflöte' als ein märchenhaftes, ein fast kindlich anmutendes Gebilde? Oder verlegt man Mozarts Oper in eine tatsächlich vorhandene hohe philosophische Dimension? Wie geht man mit den Dialogen um, was macht man mit dem gesprochenen Wort?", fragt Hinterhäuser.

Inszenieren wird Lydia Steier. Sie wird die Oper aus der Sicht der drei Knaben erzählen mit Bruno Ganz als Übersetzer. Romeo Castellucci inszeniert "Salome", es wird, wie bei "Orfeo" bei den Festwochen, um einen ganz speziellen Blick gehen, es soll aber kein Tropfen Blut fließen. "Pique Dame" inszeniert Hans Neuenfels, 17 Jahre nach der "Fledermaus", die im letzten Mortier-Sommer zu einem Festspielskandal geworden war. Der Regisseur von "Incoronatione di Poppea" ist Jan Lauwers, den man von der Needcompany kennt.

"Penthesilea", "Perser" und "Jedermann"

Das Schauspiel nimmt das Thema der Passion zum Beispiel mit Kleists "Pethesilea" auf, Schauspielchefin Bettina Hering betont die enge Verflechtung der Werke. Frank Castorf inszeniert "Hunger" von Knut Hamsun, es gibt die "Perser" von Aischylos und "Kommt ein Pferd in die Bar" von David Grossman. An "Jedermann" mit Tobias Moretti und Stefanie Reinsperger wird das Team rund um Michael Sturminger weiterarbeiten.

Beethoven-Symphonien mit Currentzis

Noch ein paar Details aus der Konzertprogramm: Teodor Currentzis, einer der Stars des heurigen Festspielsommers, führt mit Musicaeterna alle Beethoven-Symphonien auf, Beat Furrer und Galina Ustwolskaja sind eigene Zyklen gewidmet. Auch Anna Netrebko wird zu hören sein: Gemeinsam mit Yusif Eyvazov singt sie Arien und Duette von Verdi und Umberto Giordano. Die Salzburger Festspiele 2018 dauern vom 20. Juli bis 30. August.

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Salzburger Festspiele - 20. Juli bis 30. August 2018

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