Tänzer wirft weißen Staub

Staatsballett/Ashley Taylor

Peer Gynt

Eine Gruppe von Ö1 Club-Mitgliedern ist am 30. 1. 2018 nach einem Trainingsbesuch und einer Backstage-Führung zum Besuch der Vorstellung von Peer Gynt durch das Wiener Staatsballett eingeladen.

Das Wiener Staatsballett zeigt ab 21. 1. 2018 Peer Gynt des rumänischen Choreografen Edward Clug in der Wiener Staatsoper (bis 1. 2. 2018). Das 2015 in Maribor uraufgeführte Handlungsballett basiert auf Musik von Edvard Grieg und dem gleichnamigen Werk von Henrik Ibsen, das Clug als Ausgangspunkt für sein Libretto wählte.

Auf der Grundlage norwegischer Feenmärchen entwickelte Ibsen den Stoff zunächst zu einem dramatischen Gedicht, bevor er dieses zu einer Bühnenfassung umarbeitete (Uraufführung: 1876). Zu der Handlung um den Bauernsohn Peer Gynt, der der Realität des Verfalls des elterlichen Bauernhofs mit Fantasiegeschichten zu entfliehen versucht, sich in Solvejg verliebt, durch Sklavenhandel zu Reichtum gelangt, in die Armut zurückfällt und schlussendlich um seine Seele kämpfen muss, schrieb Edvard Grieg die Schauspielmusik Peer Gynt, aus der er später seine beiden Peer-Gynt-Suiten schuf.

Clug über Gynt

Edward Clugs Peer Gynt folgt Ibsens Handlung chronologisch und enthält Elemente aus Griegs Bühnenmusik sowie aus Konzerten, Kammermusik- und Klavierwerken. Aus den beiden Teilen des Dramas, die heute allgemein als wenig kompatibel angesehen werden, ein zeitgenössisches Ballettwerk zu schaffen, fiel Clug zunächst nicht leicht, wie er schreibt: "Ibsen und Grieg haben beide ihre eigenen Versionen von Peer Gynt geschaffen. Mein Ziel war es, einige dieser Hürden zu überwinden, wie zum Beispiel die Einschränkungen beider Versionen und ihre vermeintliche Inkongruenz, um meine eigene Interpretation zu schaffen und Ibsens und Griegs künstlerische Welten zu einem neuen Ganzen zu verschmelzen."

Übersicht