Shenzhen Electronic market

ORF/ALEXANDRA SIEBENHOFER

Boomtown Shenzhen

Shenzhen ist Teil des Perlflussdeltas im Südosten Chinas, mit 60 Millionen Menschen der weltweit größte Ballungsraum und einer der wichtigsten Handels- und Finanzzentren. Die 15 Millionen Stadt gilt als Hardware Mekka.

Radiokolleg Teil 1, 18.12.2017

Ob Smartphone oder Elektromotor: 90 Prozent aller Elektronik aus China wird hier hergestellt in großen Fabriken und winzigen Hinterhauswerkstätten - eine Stunde von Hongkong entfernt. Shenzhen ist drauf und dran seinen prominenten Bruder Hongkong wirtschaftlich zu überflügeln. Hongkong ist zwar noch das ausgemachte Bankenzentrum, in Sachen Technologie und Innovation hat Shenzhen die Nase vorn. Tech Giganten wie Huawei und Tencent, die Firma hinter dem größten chinesischen Chat- und Bezahldienst WeChat haben hier ihren Sitz.

Gewachsen ist Shenzhen rasend schnell. Anfang der 1980er Jahre befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet eine 30.000 Einwohner Stadt und eine Reihe von Fischerdörfern. Dann erklärte Staatschef Deng Xiaoping Shenzhen zur Sonderwirtschaftszone und damit zum Testgelände für eine marktbasierte Wirtschaft. Ausländische Firmen bauten Fabriken, China stellte billige Arbeitskräfte aus dem ganzen Land zur Verfügung. Hier entstand Chinas Ruf als Werkbank der Welt.

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