Frau steht im Freien in Tunis mit einer Regenbogenfahne

AFP/FETHI BELAID

Grauzone Homosexualität

Tunesien gilt als das weitgehend geglückte Beispiel des Arabischen Frühlings. Es gibt demokratische Wahlen, Meinungsfreiheit und eine liberale Verfassung. Themen, über die früher nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, darf man jetzt offen besprechen, so auch Homosexualität.

Doch das ist oft bloße Theorie; die Realität schaut anders aus, und die rechtliche Lage ist zwiespältig. Zwar sichert die neue Verfassung den Menschen individuelle Freiheit und Rechte zu. Gleichzeitig wird aber ein alter Paragraph, der Homosexualität verbietet und unter Strafe stellt, noch immer angewendet.

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