Notenblatt

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Couperin im Vergleich

Geheimnisvolle Barrikaden in unterschiedlichen Aufnahmen. Fast genau 300 Jahre alt ist Francois Couperins Stück "Les Baricades Mistérieuses". Und nach wie vor ist nicht geklärt, was uns der Titel sagen soll.

Trotzdem (oder gerade deshalb?) ist es eines der meistgespielten Stücke von Francois Couperin, der zu einer Zeit, als das Hammerklavier bereits gebaut wurde, am Cembalo festhielt und ihm einige der bedeutendsten Werke zueignete.

Interpretationsvergleich

In "Ausgewählt" gingen wir heute von den Couperin-Aufnahmen des israelischen Pianisten Iddo Bar-Shai aus, machte einen Schwenk zu C. Ph. E. Bach, Haydn und Chopin, und versammelten uns zum Interpretationsvergleich der "geheimnisvollen Barrikaden" …

Dabei waren Sie eingeladen, mitzustimmen, das Ergebnis finden Sie nachstehend.

Interpretation 1 - Inneres Feuer

... sehr biegsam, mit kleinen Temporückungen, und von innerem Feuer ...
Iddo Bar-Shai (Mirare)

Interpretation 2 - Wie zu Couperins Zeiten

... ein Instrument, so wie's Couperin persönlich gehört haben mag ...
Christophe Rousset (Harmonia Mundi)

Interpretation 3 - Weder Cembalo noch Klavier

… und es geht noch ruhiger, weder am Cembalo noch am Klavier ...
Alex Jacobowitz (Arte Nova)

Interpretation 4 - Pionierhaft

… nochmals Cembalo, in jeder Hinsicht historisch, ja pionierhaft …
Wanda Landowska (Testament)

Interpretation 5 - Klug und feinsinnig

… und noch eine Version auf "modernem" Klavier, klug und feinsinnig …
Angela Hewitt (Hyperion)

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