Porträt von Sängerin Anita Götz mit Maske.

JOHANNES IFKOVITS

Der Opernball

Eine Gruppe von Ö1 Club-Mitgliedern ist am 23.2. nach einer Führung durch die Volksoper Wien, einem Sektempfang und einer Werkeinführung mit Dramaturgin Helene Sommer zum Besuch der Vorstellung "Der Opernball" eingeladen.

In der Volksoper hat am 17. 2. die Operette "Der Opernball" Premiere: Ein Ehepaar aus der Provinz besucht Freunde und Freundinnen in der Hauptstadt. Der Mann, Paul, stellt sich das Leben in der Stadt aufregend und frivol vor und mochte ein tolles (Liebes-)Abenteuer erleben. Seine Frau, Angelika, ahnt nichts Böses, bis ihre Gastgeberin, Margarete, Argwohn über die Treue ihres Mannes in ihr weckt. Also stellen die Frauen ihre Männer auf die Treueprobe: Jeder erhält eine Einladung zum Opernball, gezeichnet von einer geheimnisvollen Unbekannten, Erkennungszeichen: ein rosa Domino. Auf dem Ball, berauscht von Champagner und von der Lust am Verbotenen, jagen schließlich drei Männer drei rosa Dominos nach, und am nächsten Morgen weiß keiner, welche Frau ihm eigentlich in den Armen lag.

Richard Heubergers Operette aus dem Jahr 1898 (Text: Victor Leon und Heinrich von Waldberg), deren Sujet auf das französische Lustspiel "Les dominos roses" zurückgeht, war mit ihrer edlen, träumerischen Musik einer der letzten großen Erfolge der klassischen "goldenen" Wiener Operette. Die Handlung spielt ursprünglich in Paris. Doch wo sonst gehört der Opernball so sehr zum gesellschaftlichen Leben wie in Wien? Deshalb verlegt Regisseur Axel Kohler die Handlung hierher, in die heutige Zeit. Nur, dass in diesem Jahr der Ball in der Staatsoper abgesagt ist; der Direktor der Volksoper erklärt sich kurzfristig bereit, als Gastgeber einzuspringen. Doch das Haus am Währinger Gürtel möchte dem Ball eine unverwechselbare Note geben: So sind diesmal Masken erlaubt, und der Ball bekommt das Motto: "Frei, ja frei sei die Liebe!"

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