Ministerin will Pflicht zur Frauenförderung
Neuer Vorstoß von Heinisch-Hosek
Viele Unternehmen bevorzugten bei Weiterbildung und Aufstieg Männer, sagt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Um das zu ändern, will die Ministerin Förderpläne in den Betrieben verpflichtend machen. Die Verhandlungen mit den Sozialpartnern darüber starten jetzt.
Teilzeit und trotzdem Chefin
Karrieremodell ohne Nachteil für Frauen
Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer und sind auch seltener in Führungspositionen zu finden. Ein Grund dafür ist, dass sie häufiger teilzeitbeschäftigt sind als Männer. Die Forschungseinrichtung Austrian Institute of Technology (AIT) hat ein Karrieremodell entwickelt, bei dem Teilzeit kein Hindernis für eine Führungsposition ist.
Betriebe sollen Frauen mehr fördern
Ministerin Heinisch-Hosek mit neuem Gesetz
Als wichtiger Schritt für die Einkommensgerechtigkeit wurde vor einem Jahr eine Gesetzesnovelle verabschiedet, die Betriebe verpflichtet, das Einkommen von Männern und Frauen betriebsintern offenzulegen. Jetzt setzt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) nach und will die Arbeitgeber noch mehr in die Pflicht nehmen.
Keine Förderung für Alice Schwarzer
Emanzipationsministerin streicht Gelder
Alice Schwarzer steht mit Feminismus in Verbindung wie der Papst mit dem Vatikan. Jetzt gerät Schwarzers Lebenswerk, der von ihr gegründete "FrauenMediaTurm" in Köln, in Gefahr. Denn die Landesregierung von Nordrhein-Westfahlen kürzt die Subventionen für diese feministische Archiv. Das Pikante daran: An der Spitze der Landesregierung stehen Frauen.
Frauen in Führungspositionen
Wenige Top-Jobs für Frauen
Wenige Top-Jobs werden mit weiblichen Führungskräften besetzt. Eine Studie von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young hat festgestellt: Unternehmen mit zumindest EINER Frau im Vorstand schneiden bei Umsatz und Gewinn deutlich besser ab, als Unternehmen mit einer männlichen Monokultur im Führungsstab.
Bundeshymne: Verlag gibt nicht auf
Gegen "Töchter" und "Jubelchöre"
Wenn Österreichs Skispringer am Neujahrstag gewinnen, haben sie als erste die Gelegenheit, den neuen, um "Töchter" erweiterten Text der Bundeshymne öffentlich zum Besten zu geben. Der ursprüngliche Hymnentext stammt von Paula von Preradovic. Und der Verlag, der die Rechte ihrer Erben vertritt, schließt nicht aus, weiter rechtlich gegen die Textänderung vorzugehen.
Debatte über Frauenpensionsalter
Angleichung zehn Jahre früher?
Die Wirtschaftskammer will das Pensionsantrittsalter für Frauen möglichst bald an jenes der Männer angleichen. Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser will schon 2014 mit der Anhebung beginnen - zehn Jahre früher als bisher vorgesehen. Dafür erntet sie Applaus und Widerspruch.
Frauenpensionsalter ab 2014 angleichen
Vorstoß der Wirtschaftskammer
Die Vorstöße, das Frauenpensionsalter früher als geplant von 60 auf 65 Jahre zu bringen, häufen sich. Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna-Maria Hochhauser macht nun einen besonders radikalen Vorschlag: Schon in zwei Jahren sollte die Anhebung des Antrittsalters für Frauen beginnen - es sollte also ab 2014 steigen, nicht erst ab 2024.
Einkommensgerechtigkeit, wo bist du?
Berichte über Gehälter bleiben ohne Folgen
Seit Mitte 2011 müssen Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern offenlegen, wie viel Männer und wie viel Frauen verdienen. Einsicht nehmen können die Beschäftigten und der Betriebsrat. Um mehr Lohngerechtigkeit zu erreichen, muss bei Stellenangeboten auch der Jahresbruttolohn angegeben werden. Bis jetzt ist Österreich weiter Vorletzter in der EU bei der Einkommensgerechtigkeit.
Über den Schwerpunkt
Profil
Berichte über Frauen und Männer und wer oder was sie dazu macht. Ein Ö1 Jahresschwerpunkt 2011 aus Anlass des Jubiläums "100 Jahre internationaler Frauentag"
Aus dem Ö1 Programm
00:08 Giuseppe Verdi: "Un ballo in maschera"
Mit Leontyne Price (Amelia), Carlo Bergonzi (Riccardo), Robert Merrill (Renato), Shirley Verrett (Ulrica), Reri Grist (Oscar), u. a.; RCA Opernchor, RCA Opernorchester, Dirigent: Erich Leinsdorf (aufgenommen 1966 in Rom)










