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Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Musiker mit profunder, umfassender Ausbildung
Audio
J. S. Bach, Mendelssohn, Weihnachtsoratorium
Länge: 1:37 min
"Zur Musik kam ich durch meine Großeltern, die bei mehreren Chören gesungen haben. Soweit ich mich zurückerinnern kann, wollte ich immer schon Klavier lernen. Das ging zunächst aus finanziellen Gründen nicht. Mit 13 bekam ich aber mein erstes Klavier und habe bis zu meinem 19. Lebensjahr fleißig geübt.

Kurz danach begann ich mit der Orgel. Denn 1997 wurde in Mattighofen ein neues Instrument gebaut und ich fragte, ob ich spielen dürfte. Der Orgelklang faszinierte mich schließlich so, dass ich bei diesem Instrument blieb und mich zunächst autodidakt weiterbildete. Und durch die Kirchenmusik bin ich bei dieser Sparte geblieben", erzählt Andreas Penninger, gebürtiger Oberösterreicher aus Braunau, Jahrgang 1981, der seit 2001 an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz studiert und im Hauptfach Orgel bei Brett Leighton bereits 2006 sein Bachelorstudium mit Auszeichnung gemacht hat und in diesem Monat mit dem Magister abschließen wird.

(c) Penninger
Andreas Penninger

Der vielseitige Musiker absolviert seit 2005 auch das Dirigenten-Studium bei Ingo Ingensand, und - ebenfalls seit diesem Jahr - Musiktheorie bei Peter Strasser sowie Chorleitung bei Kurt Dlouhy. Diese Studien wird Penninger im kommenden Herbst beenden.
Kirchenmusik im Zentrum
"Was das Dirigieren anbelangt, liegt mein Hauptgewicht bei der Orgel und der Kirchenmusik, sowohl katholische als auch protestantische", berichtet Penninger.

"Ständig zu forschen und zu suchen, was ich verändern oder Neues machen kann, ist die größte Herausforderung für mich. Während des Musizierens ist es mir wichtig, den Zuhörer emotionell so mitzureißen, dass ihm nicht langweilig wird. Und ich versuche selbstkritisch zu sein. Konkret auf die Orgel bezogen: keine Stilarten durcheinander zu mischen. Denn auf diesem Instrument kann man ja immerhin Musikliteratur aus 800 Jahren spielen", so das musikalische Multitalent.
Gründer und Leiter des "Collegium Musicum Linz"
Dass Andreas Penninger auch Chorleitung studiert, ist natürlich kein Zufall: so ist er seit 1998 Kirchenmusiker der Stadtpfarrkirche Braunau am Inn, von 2000 bis 2002 leitete er die Liedertafel Mattighofen und seit 2005 Chorleiter der "Lyra Braunau".

Und im Herbst 2005 gründete er ein eigenes Ensemble - das "Collegium Musicum" in Linz: "Da es nicht einfach ist, während des Studiums Praxis zu sammeln, beschloss ich damals mit Freunden, Bachs 'Weihnachtsoratorium' aufzuführen. Allerdings gab es weder ein Ensemble noch einen Chor dafür. Aber innerhalb von zwei Tagen hatte ich einen 40-köpfigen Chor und etwas später auch ein passendes Ensemble zusammen. Mit diesem Ensemble, bei dem Studenten und Professoren mitwirken, arbeiten wir projektbezogen", so der ambitionierte Musiker.

(c) Penninger
Mit seinem "Collegium Musicum Linz" hat Andreas Penninger inzwischen u. a. Johann Sebastian Bachs "Weihnachtsoratorium" und Wolfgang Amadeus Mozarts "Requiem" aufgeführt.

Auch Musiktheater-Dirigent
"Mein Interesse besteht nicht nur an der Kirchenmusik, sondern auch am Theater. Wir erarbeiten bei der Dirigentenausbildung ja ständig Opern. Und Musical ist für einen Dirigenten das Schwierigste, weil man vom Klavier aus leiten muss. Da ist man sehr gefordert - es ist die beste Schule für jeden. Ich will mich auch nicht nur auf Kirchenmusik beschränken, sondern auch am Theater weitermachen", stellt Andreas Penninger fest, der im Oktober 2006 als Theaterkapellmeister in Bad Hall mit Jerry Hermans Musical "Hello, Dolly!" debütierte.
Premiere von Krásas Kinderoper "Brundibar"
Derzeit probt der vielseitige Musiker für die Premiere von Hans Krásas Kinderoper "Brundibar", die am Freitag, 8. Juni 2007, an der Bruckner-Privatuniversität Premiere hat.

"Hans Krása hat dieses 1938 entstandene Werk nach seiner Deportation in das KZ Theresienstadt für eine dort mögliche Besetzung überarbeitet. Diese zweite Fassung wurde 1943 aufgeführt. Krása kam dann mit einem der letzten Künstler-Transporte 1944 nach Auschwitz, wo er vergast wurde. Die Stiftung Hartheim fördert die Aufführung solcher Werke und trägt als Lern- und Gedenkort dazu bei, dass die Menschen die NS-Gräuel nicht vergessen und daraus lernen. So kam es, das dieses Werk nun in Linz mit Gesangsschülern der Bruckner-Uni und mit dem Kinderchor 'Cantatis discipulis' aus Gaschpolzhofen aufgeführt wird. Thomas Kerbl, der Leiter der Gesangsabteilung, wurde durch die Aufführung des 'Weihnachtsoratoriums' auf mich aufmerksam und holte mich nun für diese Arbeit als Dirigent", berichtet Penninger.
"Little Shop of Horrors" im Oktober 2007
Und im kommenden Oktober wird Penninger in Bad Hall Alan Menkens Musical "Little Shop of Horrors" musikalisch leiten.
Zahlreiche Konzertreisen in Europa
Neben Konzerten in Österreich haben Penninger zahlreiche Tourneen nach Deutschland, Tschechien und nach Spanien geführt. Außerdem ist er ein gefragter Continuo-Spieler, der u. a. mit den Braunau Simbacher Musikfreunden, der "OÖ. Sinfonietta", der "Camerata Austria", dem Kammerorchester der Bruckner Privatuniversität sowie dem Linzer Brucknerorchester musiziert.

(c) Penninger
Andreas Penninger bei einem Konzert in Braunau: "Wenn man ein ernstzunehmender Musiker ist und ein so breites Gebiet hat, ist es unerlässlich, sich gründlich weiterzubilden - auch später als freischaffender Künstler."

Meisterkurse bei renommierten Musikern
Im Rahmen seiner umfassenden Ausbildung hat der ambitionierte Musiker, der 2005 und 2006 das Förderstipendium der Bruckner Privatuniversität erhielt, Meisterkurse bei Helmut Rillingund Hans Joachim Rotzsch im Dirigieren sowie Orgel-Meisterkurse bei Kristian Schneider (Köln), Wolfgang Zerer (Hamburg) sowie Bernhard Haas (Stuttgart) absolviert.
Kirchenmusik und/oder Theater
Außer den Proben für die Krása-Kinderoper "Brundibar" bereitet sich der vielseitige Musiker für die Arbeit in Bad Hall vor. Und im kommenden Herbst will er außerdem das gesamte Orgelbüchlein Johann Sebastian Bachs aufführen.

Welche Zukunftswünsche er hat? "Einerseits würde ich gerne in der Kirchenmusik bleiben und zum Beispiel als Domkapellmeister tätig sein. Andererseits würde mich aber auch eine Stelle als Theater-Kapellmeisterstelle sehr interessieren - die Zukunft wird zeigen, wohin die Richtung geht", so Andreas Penninger.
Text: Matthias Osiecki
Kontakt
Andreas Penninger

Veranstaltungs-Tipps
"Brundibar", Kinderoper von Hans Krasa, Anton Bruckner Privatuniversität, Premiere: Freitag; 8. Juni 2007, Beginn: 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen: 11. Juni und 12. Juni 2007, Beginn: jeweils um 10:00 und 11:30 Uhr

Orgelvesper, Martin-Luther-Kirche, Dienstag, 12. Juni 2007, Beginn: 17:15 Uhr, 4020 Linz, Johann-Konrad-Vogel-Straße 2a

Links
Anton Bruckner Privatuniversität
Universität Mozarteum Salzburg
Wikipedia - Hans Krása
Brucknerorchester Linz
Chorverband Oberösterreich
Stiftung Schloss Hartheim
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Ö1 Talentebörse: Musik

Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin