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Franz Zeller über die Unmöglichkeit des Multitasking
Und da Rechner viele Dinge gleichzeitig erledigen, erwarten wir dies auch von uns selber. Die Fähigkeit zum Multitasking, wie das parallele Abarbeiten von Aufgaben in der Computersprache heißt, weist uns im Arbeitsalltag als Leistungsochsen aus und damit als höchst konkurrenzfähig im antiquierten Wirtschafts-Rempelei-Spiel, das uns mit dem Versprechen "Leistung zählt" ködert.

Wie 80 Prozent aller Befragten in einer bereits Jahre zurückliegenden Studie meinten, seien Frauen die besseren Multitasker.
"Man wird langsamer und die Wahrscheinlichkeit von Fehlern steigt", konstatiert auch David E. Meyer, Kognitionswissenschafter an der University of Michigan. René Marois vom Human Information Processing Laboratory an der Vanderbilt University zwang seine Versuchspersonen, zwei Dinge gleichzeitig zu tun und Antworten auf Fragen zu geben. Im Schnitt brauchten die Multitasker für ihre Reaktion eine Sekunde länger als jene, die nur eine Aufgabe zu erfüllen hatten.
Eine Sekunde: Das scheint nicht viel zu sein. Aber bei Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern, etwa Autofahren, entscheidet eine Sekunde unter Umständen über Leben und Tod. Lenken und Telefonieren - selbst mit einem Knopf im Ohr - reduzieren die Reaktionsgeschwindigkeit dramatisch.
Grund zum Verzweifeln ist das noch keiner: Unser Gehirn ist noch immer ein unvorstellbarer Kognitionsprotz, bloß: Man sollte halt nicht gleichzeitig Lernen und Musikhören oder ein E-Mail tippen, während man mit dem Kollegen ein Projekt bespricht. Vor allem nicht als Mann. Wie 80 Prozent aller Befragten in einer bereits Jahre zurückliegenden Studie meinten, seien Frauen die besseren Multitasker. Gehirnforscher begründeten deren Vorherrschaft beim gleichzeitigen Bewältigen von Arbeiten mit dem besseren Zusammenspiel der weiblichen Gehirnhälften.
Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass Frauen traditionell mehr leisten müssen, um wahrgenommen zu werden. Multitasking wäre dann so etwas wie eine evolutionäre Strategie, um den Anforderungen der Lebensumwelt gewachsen zu bleiben. Intelligente Männer hingegen könnten ihre Defizite nutzen, um mehr Lebensqualität zu erreichen - indem sie immer eine Sache nach der anderen machen. Wie sagte doch Clint Eastwood alias "Dirty Harry": "Ein Mann muss seine Grenzen kennen."
Irrtum
Ein Computer ist überhaupt nicht multitasking fähig. Das scheint bloß so, weil er die Befehle irrsinnig schnell abarbeitet. Dann gibt es noch Dual- oder Quad-Core Prozessoren. Aber diese programmtechnisch wirklich auszulasten, ist auch nicht so einfach.
wie bitte?
wenn ich als sekretär und teamassistent in einem softwareunternehmen nach jeder e-mail oder jedem anruf 15 minuten gebraucht hätte, um wieder in meine aktuelle arbeit hineinzufinden, hätte ich nach dem ersten anruf des tages auch gleich nach hause gehen können. - oder ist das nur bei microsoft-mitarbeitern so?
Vielleicht darum
Ich nehme an, dass es sich bei den im Artikel erwähnten Microsoftangestellten nicht um Sekretäre gehandelt hat, sondern um Programmierer da von Projekten gesprochen wurde. Hierbei ist es unter Umständen nach Verlieren des "geistigen Fadens" notwending 2-3 Schritte zurückzugehen um wieder anknüpfen zu können, daher stammen unter Umständen die 15 Minuten für das Wiedereinfinden in die aktuelle Arbeit. Das Beispiel Lernen und Musikhören ist meiner Meinung ein nicht immer zutreffendes, da ich sowohl bei mir als auch bei anderen schon beobachtet habe, dass Lernen in sehr ruhiger Umgebung eher weniger produktiv als bei einem gewissen Level an "Hintergrundrauschens" ist, obwohl in diesem
frauen sind die besseren multi-tasker?
man koennte auch schreiben: maenner koennen sich besser auf eine sache konzentrieren. maenner lassen sich nicht so leicht ablenken. dieses ewige "frauen koennen dies besser, frauen koennen das besser, frauen sind die besseren maenner, frauen sind ueberhaupt die besseren menschen" geht mir schon so aufn senkel... was ist das ungute am multi-tasking: multi-tasking erfordert einen task-switch. so ein task-switch kostet ressourcen - ressourcen, die man in die eigentliche arbeit investieren koennte.
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