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Erscheinungsbilder
von Julian Schutting
von Julian Schutting
Man sollte, sagt der Autor in einem Interview, den Mond öfter betrachten, auch die Bäume und die Natur, denn dadurch könne man vielleicht für ein paar Sekunden von allem Übel absehen und der Gemeinheit und der Niedertracht - nicht zuletzt auch der eigenen - für Momente entfliehen.
Auch wenn Julian Schutting über die Donau schreibt und über Adalbert Stifter, über Schuhe, über Antonius und Cleopatra, über vorüberrauschende Wildgänse, über Fliegeralarm in "aufgestörten Nächten" und, natürlich, über den Mond, denkt er keine Sekunde daran, Idyllen herbeizuschreiben. Julian Schutting reagiert in der ihm eigenen Weise auf eine als bedroht empfundene Welt. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Schutting von der Literaturkritik oftmals für seinen wohl überlegten und kunstvollen Umgang mit Sprache gefeiert wurde. Auch in diesen "Erscheinungsbildern" findet seine durch Genauigkeit geprägte Sprachkunst ihren Niederschlag. Immer wieder entstehen aus seinen "kleinen Momenten", in denen er scheinbar Banales, Alltägliches beschreibt, Bilder, die den Hörer unweigerlich in ihren Bann ziehen.
Anlässlich des 70. Geburtstages von Julian Schutting hat der Regisseur und Autor Lucas Cejpek nun sechs poetische Miniaturen zu einem Hörspiel zusammengefasst. Der Autor selbst nennt sie "lyrische Monologe", "Hörbilder" oder "Gedichte mit verteilten Rollen". Gebrochen und verbunden werden die einzelnen Teile durch Musik der österreichischen Komponistin Katharina Klement. Und so ist ein Stück entstanden, das nur auf den ersten Blick unzeitgemäß wirkt, denn Julian Schutting hat sich von Kategorien wie "aktuell" oder "zeitgemäß" längst gelöst.

Regie: Lucas Cejpek, Mitwirkende: Chris Pichler, Bibiana Zeller, Harald Harth, Simon Jaritz, Joseph Lorenz, Julian Schutting
Auch wenn Julian Schutting über die Donau schreibt und über Adalbert Stifter, über Schuhe, über Antonius und Cleopatra, über vorüberrauschende Wildgänse, über Fliegeralarm in "aufgestörten Nächten" und, natürlich, über den Mond, denkt er keine Sekunde daran, Idyllen herbeizuschreiben. Julian Schutting reagiert in der ihm eigenen Weise auf eine als bedroht empfundene Welt. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Schutting von der Literaturkritik oftmals für seinen wohl überlegten und kunstvollen Umgang mit Sprache gefeiert wurde. Auch in diesen "Erscheinungsbildern" findet seine durch Genauigkeit geprägte Sprachkunst ihren Niederschlag. Immer wieder entstehen aus seinen "kleinen Momenten", in denen er scheinbar Banales, Alltägliches beschreibt, Bilder, die den Hörer unweigerlich in ihren Bann ziehen.
Anlässlich des 70. Geburtstages von Julian Schutting hat der Regisseur und Autor Lucas Cejpek nun sechs poetische Miniaturen zu einem Hörspiel zusammengefasst. Der Autor selbst nennt sie "lyrische Monologe", "Hörbilder" oder "Gedichte mit verteilten Rollen". Gebrochen und verbunden werden die einzelnen Teile durch Musik der österreichischen Komponistin Katharina Klement. Und so ist ein Stück entstanden, das nur auf den ersten Blick unzeitgemäß wirkt, denn Julian Schutting hat sich von Kategorien wie "aktuell" oder "zeitgemäß" längst gelöst.

Regie: Lucas Cejpek, Mitwirkende: Chris Pichler, Bibiana Zeller, Harald Harth, Simon Jaritz, Joseph Lorenz, Julian Schutting
Julian Schutting wurde am 25. Oktober 1937 als Jutta Schutting in Niederösterreich, Amstetten, geboren. Nach einer Ausbildung im Bereich Fotografie und nachträglicher Matura studierte Schutting an der Universität Wien Geschichte und Germanistik.
Seit der ersten Hälfte der 1970er Jahre veröffentlichte Schutting unzählige Werke, das Oeuvre Schuttings umfasst neben Prosa- und Lyrikbänden auch sprachphilosophische Betrachtungen. Der ORF produzierte seit 1974 zahlreiche Texte Schuttings als Hörspiel.
Zuletzt ist der Roman "Zu jeder Tageszeit" erschienen, in dem Schutting eine romantisch-klassische, autobiografisch eingefärbte Liebesgeschichte zwischen einem älteren Schriftsteller und einer ebenfalls in die Jahre gekommenen Frau erzählt.
Neben zahlreichen anderen Preisen wurde dem Autor 1984 der "Anton-Wildgans-Preis" und 1989 der "Georg-Trakl-Preis" für Lyrik überreicht.
Seit der ersten Hälfte der 1970er Jahre veröffentlichte Schutting unzählige Werke, das Oeuvre Schuttings umfasst neben Prosa- und Lyrikbänden auch sprachphilosophische Betrachtungen. Der ORF produzierte seit 1974 zahlreiche Texte Schuttings als Hörspiel.
Zuletzt ist der Roman "Zu jeder Tageszeit" erschienen, in dem Schutting eine romantisch-klassische, autobiografisch eingefärbte Liebesgeschichte zwischen einem älteren Schriftsteller und einer ebenfalls in die Jahre gekommenen Frau erzählt.
Neben zahlreichen anderen Preisen wurde dem Autor 1984 der "Anton-Wildgans-Preis" und 1989 der "Georg-Trakl-Preis" für Lyrik überreicht.
Mehr zu Julian Schutting in oe1.ORF.at
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