Für mich ist Kunst ein grundlegendes Bedürfnis. Das Leben als Musiker ermöglicht mir meine musikalischen Fantasien ebenso wie Gefühle und Gedanken mit anderen Menschen zu teilen.
Woher kommt Ihre Kreativität?
Meistens lasse ich mich durch große Künstler inspirieren, vor allem natürlich durch die bedeutenden Geiger des 20. Jahrhunderts. Aber auch aus diversen anderen Sparten der Kunst - wie zum Beispiel der Malerei. Und hier insbesondere vom Impressionismus.
Ihr Motto lautet?
Durch die Leidenschaft lebt der Mensch, durch die Vernunft existiert er bloß.
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Könner mit eigenem Qualitätsinstrument
Mit sechs bekam ich meine erste Geige und begann mit dem Violin-Unterricht am Konservatorium Wiener Neustadt, wo auch mein Vater unterrichtet, bei Michael Salamon. Mit zehn kam ich dann zu Arkadi Winokurow an die Musikschule Margareten. Ab Herbst 2000 absolvierte ich schließlich an der Musik-Uni Wien den Vorbereitungslehrgang bei Marina Sorokowa und bin dort seit 2005 regulärer Student", erzählt Daniel Auner, gebürtiger Wiener, Jahrgang 1987, der an der Musik-Universität Wien bei Christian Altenburger Konzertfach Geige studiert.

Daniel Auner
Seinen ersten Klavierunterricht hatte der Nachwuchs-Geiger bereits mit fünf bei seiner Mutter, die Pianistin ist.
"Mit der Geige kann ich mich musikalisch am Besten ausdrücken. Sie bietet mir die größte Bandbreite von allen Instrumenten. Und daher die größte Möglichkeit, mit dem Publikum während eines Konzertes zu kommunizieren. Für mich ist die Geige das perfekte Instrument", erläutert der Nachwuchs-Musiker seinen Zugang.
Derzeit absolviert Daniel Auner mit dem Wiener Mozart Trio eine Tournee durch England und Irland, wo er sechs Konzerte absolviert. In diesem Rahmen wird er auch in der neu erbauten "Kings Place"-Konzerthalle in London auftreten.
Weitere Konzerte führen den erfolgreichen Geiger mit dem Mozart Trio im April nach Holland. Und im Mai 2010 wird Auner beim "Schwäbischen Frühling" in Ochsenhausen in Deutschland bei zwei Konzerten mit Dennis Russel Davies, Christian Altenburger, Patrick Demenga und Thomas Selditz mitwirken.
Ende Jänner trat Auner mit dem Wiener Mozart Trio bei dem Abend "Eine musikalische Dreiecksbeziehung", bei dem Werke von Clara und Robert Schumann, sowie Johannes Brahms auf dem Programm standen, im Wiener Konzerthaus auf.
Vor zwei Jahren konnte sich Daniel Auner über einen wahren Preisregen freuen:
Am 21. September 2008 erhielt er im Rahmen des Wettbewerbs "Violine in Dresden", der alle zwei Jahre stattfindet, den Zweiten Preis, den Publikumspreis sowie eine MDR-CD-Produktion. Diese Einspielung wird nun im Frühjahr 2010 erscheinen.
Seit Jänner 2008 ist Daniel Auner nun Mitglied des Wiener Mozart-Trios. Sein Debüt-Konzert mit diesem Ensemble gab er im 2008 in Brunn am Gebirge.
Danach folgte mit seinen Eltern eine Kammermusik-Tournee durch England und Irland.
Und der junge Musiker hat ein besonderes Glück, denn er besitzt bereits ein Qualitätsinstrument - und zwar eine Geige von Johann-Christoph Leidolff aus dem Jahr 1749, wie er erzählt:
"Ich habe sie durch den Geigenbauer, der für meinen Vater auch das Cello gebaut hat, bekommen. Und der erhielt sie von einem fahrenden Händler. Ich bin sehr glücklich, auf einem so guten Instrument spielen zu können - denn das ist für junge Musiker ein ganz großes Problem. Im Unterschied zu seinen anderen Geigen ist der Corpus aber nicht schwarz. Da Leidolff eine zeitlang in Cremona in Italien studiert hat, ist es möglich, dass diese Geige dort entstanden ist."

"So mancher exzellente Musiker glaubte, dass ich auf einer Stradivari spiele", so Daniel Auner stolz über seine Leidolff-Violine aus dem Jahr 1749.
"Ich möchte vor allem als Solist und als Kammermusiker arbeiten. Denn da kann man von den eigenen musikalischen Ideen am Meisten umsetzen. Und das geht naturgemäß als Orchestermusiker nicht", erklärt Auner.
Inzwischen konnte der junge Geiger, der mit acht sein erstes Konzert mit Orchester und mit 15 sein erstes Solo-Recital im Schloss Reichenau gab, umfangreiche Praxis sammeln:
So spielte er 2004 das Mendelssohn-Violinkonzert mit dem Orchester des Wiener Musikgymnasiums und dem Orchester der TU Wien, hatte 2005 und 2006 Solo-Recitals im Schloss Hunyadi in Maria Enzersdorf bei Wien sowie im Schloss Reichenau an der Rax, absolvierte ebenfalls 2006 seine erste China-Tournee mit dem Orchester des Hauer-Konservatoriums Wiener Neustadt, wo er in acht Konzerten das Mozart-Violinkonzert sowie Kreislers "Tambourin Chinois" spielte. Im März 2007 führte ihn ein Gastspiel mit einem Kammermusik-Ensemble wieder nach China, im August gab er ein Konzert in der Klaviergalerie "Wendl&Lung" und absolvierte im November eine Russland-Tournee.

Daniel Auner bei der China-Tournne in Guanghzu (2006): "Bei den China-Gastspielen war es vor allem die Erfahrung, in Riesen-Konzertsälen vor jeweils 3.000 bis 4.000 Besuchern musizieren zu können. Das gibt es in Europa kaum."
Inzwischen verfügt der Nachwuchsgeiger auch als Pädagoge Erfahrungen. So unterrichtet er seit 2006 als Dozent im Rahmen des "Musikseminars Reichenau", das sein Vater ins Leben rief.

"Ich mache es zwar gerne und es ist ein Erfolgserlebnis zu sehen, wenn sich jemand entwickelt. Aber das Unterrichten ist nicht mein Hauptziel - dazu spiele ich viel zu gerne. Ich könnte mir aber vorstellen, später Meisterkurse zu geben", so Auner.
Der ambitionierte Geiger konnte auch bei zahlreichen Wettbewerben reüssieren:
Bereits mit acht erhielt er den "Prima La Musica"-Sonderpreis und durfte damals in der ORF-TV-Sendung "Am, dam, des" auftreten. Er gewann mehrere 1.Preise beim österreichischen Bundeswettbewerb von "Prima La Musica" in den Kategorien Violine solo, wie auch in der Kategorie Streicher-Kammermusik gemeinsam mit seinem Bruder Thomas-Michael. 2006 errang er als jüngster Teilnehmer den 2. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb "Stephanie Hohl" der Musik-Universität Wien. Im Herbst 2007 wurde er Dritter beim internationalen Johannes Brahms-Wettbewerb in Pörtschach.

Daniel Auner bei einem Konzert in Solferino in Italien (2006): "Ich arbeite ständig an der Erweiterung meines Repertoires, das von Bach bis zu Werken von Adriana Hölszky reicht."
Wie lautet der Zukunftswunsch des zielbewussten Nachwuchs-Geigers, der Meisterkurse bei so bedeutenden Lehrern wie Igor Ozim, Friedemann Eichhorn, Marina Sorokowa, Leonid Sorokow, Christian Altenburger sowie bei Rainer Kussmaul absolviert hat?
"Schön wäre es, meine Karriere mit guten Orchestern starten zu können, wo ich auch in großen Sälen spielen darf. Aber da muss man schon einiges vorweisen können - und daran arbeite ich", so Daniel Auner.
Daniel Auner
Links
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Daniel Auner
Hermann Löschberger - Geigenbaumeister
Brunn am Gebirge - Konzert "Wiener Mozart Trio"
Christian Altenburger
Johannes Brahms Wettbewerb
Maria Enzersdorf
Mödlinger Symphonisches Orchester
Musikgymnasium Wien
Violine in Dresden - Finale
Wiener Konzerthaus
Wiener Mozart-Trio
Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin