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In dem Stück "Akte - Im Schweigen vermählt" erweckt Peter Patzak jene "passiven" Musen zum Leben, die Picasso, Schiele & Co. zu ihren berühmtesten Werken inspiriert haben.
Im Schweigen vermählt
Uraufführung im stadtTheater Walfischgasse
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Maria Rennhofer im Gespräch mit Eva Herzig
Länge: 4:09 min
Eigentlich hat es die Theaterwelt der "kulturlosen Zeit, in der ich Drehbücher bekomme, die auf SMS-Nachrichten basieren" zu verdanken, dass Peter Patzak den Aufwand von "zwei großen Filmproduktionen" nun in ein selbst verfasstes und inszeniertes Theaterstück gesteckt hat. In "Akte - Im Schweigen vermählt", das am 18. Jänner 2008 im stadtTheater Walfischgasse Premiere feiert, erweckt der Regisseur jene "passiven" Musen zum Leben, die Picasso, Schiele & Co. zu ihren berühmtesten Werken inspiriert haben.

(c) Bimashofer
Der Maler und das Model - neben Eva Herzig spielen Gerti Drassl und Maddalena Hirschal in dem Stück von Peter Patzak.

Figuren, die Geschichte auslösen
"Unbekannten Mädchen, deren Körpern wir in Museen und Ausstellungen, auf Kunstauktionen und Plakatwänden begegnen, die sich für und vor dem Maler entblößt haben", gibt Patzak nun einen Namen, eine Biografie und eine poetische, aber heutige Stimme. In die Rollen von neun Modellen - von Schieles "Wally" bis hin zu Andy Warhols Marilyn Monroe - schlüpfen Gerti Drassl, Eva Herzig und Maddalena Hirschal.

"Ich habe mich immer für Figuren interessiert, die die Geschichten auslösen", so Patzak. Die Malerei habe ihn ein Leben lang begleitet. Nun habe er anhand von kunstgeschichtlichen Koordinaten "losgelogen, bis die Fiktion so stark wurde, dass die Leute glauben, was ich schreibe".

Was die Rollenaufteilung betrifft, verkörpert jede der drei Frauen jede Figur, die sich aus dem Ich, einem Spiegelbild und etwa einer Art Über-Ich zusammensetzt. "Ich vollziehe die Trennung der Seele nicht mathematisch", so Patzak, der während des gesamten Stücks parallel mit Hilfe eines Films "eine zweite Wahrheit" auf einer Leinwand zeigen will. Zu sehen seien sowohl die jeweiligen Bilder als auch zeitgeschichtliche Visualisierungen der Atmosphäre.
Den Modelle eine Stimme verleihen
Begeistert von Patzaks Arbeit sind Drassl, Herzig und Hirschal nach eigenem Bekunden vor allem vom Einfühlungsvermögen des Autors und Regisseurs. Er habe den oft als passiven Musen dargestellten Frauen eine starke, eigenständige Persönlichkeit verliehen, die durchaus mit dem Lebensgefühl von Frauen des 21. Jahrhunderts kompatibel sei.

Eva Herzig freut sich, "dass wir diese Modelle von ihren Leinwänden lösen, sie lebendig machen und ihnen wieder Stimmen geben", verriet sie Maria Rennhofer im "Künstlerzimmer".

Bereits vor der Premiere schlägt Patzaks Projekt auch internationales Interesse entgegen. So seien bereits eine italienische und eine englische Fassung in Arbeit, auch eine literarische Publikation sei unter Umständen angedacht. "Das Stück ist weder zeitlich noch örtlich gebunden", so Patzak, der sich vorstellen kann, mit dem Stück in verschiedenen Ländern zu gastieren.
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Veranstaltungs-Tipp
Peter Patzak, "Akte - Im Schweigen vermählt", Premiere: 18. Jänner 2008, weitere Termine: 19. und 25. Jänner, 1., 7., 23., 28. und 29. Februar, 8. und 13. März 2008, stadtTheater Walfischgasse

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stadtTheater Walfischgasse
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