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Mode und Technologie
Die Muster der Pullover visualisieren, wie der Name "NewsKnitter" schon sagt, die gerade aktuellen Themenschwerpunkte, die über abonnierte Datenströme hereinkommen und von einer japanischen Hi-Tech-Strickmaschine ausgespuckt werden.

Auch gemütliche warme Stricksachen, etwa ein informativer Schal oder ein politischer Pullover, können unter das Label Smart Clothes passen.
Stricken liegt unter jungen Medienkünstlern, Designern und Architekten im Trend. Sie klappern dabei nicht mit Stricknadeln, sondern modifizieren lieber eine Strickmaschine oder programmieren sie um. Und obwohl die Stricksachen maschinell hergestellt werden, ist jedes Teil ein Einzelstück. Nicht der Designer entscheidet über Form und Farbe der Kleidungsstücke, sondern der digitale Code einer Kreditkarte oder Versatzstücke aus dem Internet.
Auch die Berliner Designerinnen Magdalena Köhler und Hannah Wiesener kommunizieren mithilfe ihrer Stricksachen. Sie haben ein Verfahren entwickelt, mit dem eine Lochkartenstrickmaschine aus den 1970er Jahren eine aufgenommene Sprachnachricht in einen Pullover einstricken kann.
Die Botschaften auf ihren Kreationen bleiben allerdings geheim. Die hellgrauen Schals und Pullover, die ihre Stimmstrickmaschine "Gelsomina" ausspuckt, lassen nur über ein kryptisches Muster aus kleinen schwarzen Vierecken erahnen, dass sie eine Nachricht enthalten.
Beim Schweizer Modelabel "be-geistert", das die beiden Medienkunststudierenden Fabienne Blanc und Patrick Rüegg gegründet haben, wird der Code einer Kreditkarte zum Muster auf grellgrünen Schals. Und das nicht in Abfolge von langweiligen Nullen und Einsern: Der Code wird in "Geistern" aus dem Computerspiel Pacman dargestellt.
Mit einem Augenzwinkern weist Fabienne Blanc darauf hin, dass die Codierung auf ihrer Homepage veröffentlicht wird. Es liegt also im Interesse des Trägers, gut auf seinen Schal aufzupassen.
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