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Umfassende Praxis und große Affinität zu Italien
So entschied ich mich für die Klarinette. Aber da hätte ich ein Jahr auf den Unterrichtsplatz warten müssen. Und bei der Oboe gab es beides", erzählt Elke Uta Frenzel, die aus Neustadt an der Waldnaab in Bayern stammt, Jahrgang 1978, über ihre Anfänge.

Elke Uta Frenzel
Den Bachelor hat Frenzel bereits 2006 mit Auszeichnung absolviert. Im Juni dieses Jahres hat sie nun ihr Oboe-Studium mit Auszeichnung abgeschlossen.
Am 13. Februar 2009 widmete ihr das Ö1 Radiomagazin "Intrada" ein Porträt.
Und wie kam die aparte Nachwuchs-Musikerin an die Bruckner Privatuniversität Linz?
"Ich habe nicht gesucht - Linz hat mich gefunden. Ich war in Andechs bei den Carl-Orff-Festspielen und habe dort Karsten Nagel, den früheren Solo-Fagottisten der Bayerischen Staatsoper München kennen gelernt. Er ist ein Studienkollege von Josef Blank, der dann mein Hauptfachlehrer wurde. Ich habe dann Josef Blank, der wie ich Oberpfälzer ist, vorgespielt – und es hat geklappt", berichtet Frenzel.
Derzeit arbeitet Frenzel noch an ihrer Magister-Arbeit zum Thema " Selbstvertrauen und Selbstsicherheit bei Berufsanfängern im Orchester":
"Wie schon bei meiner Bachelor-Arbeit über das Flow-Prinzip in der Musik will ich in meiner Arbeit ein Thema aufarbeiten, das für Berufsanfänger wichtig ist. Denn man kommt in ein festes Gefüge, wo viele Faktoren eine Rolle eine Rolle spielen. Man ist als Anfänger mitunter verloren und unsicher. Es liegt aber gar nicht an einem selbst, sondern an Faktoren, die außen liegen. Wenn man sie kennt, kann man sie besser einschätzen, lernt, sich besser zu positionieren - und kann sich viele Magenschmerzen ersparen."

Oboen-Trio: Elke Uta Frenzel (links im Bild) mit Dagmar Schimmelpfennig und Beatrix Köhle bei einer Probe.
Zuletzt wirkte Frenzel bei Konzerten der Bad Reichenhaller Philharmoniker in der bayerischen Kurstadt mit.
Oper und Konzerte am Münchner Gärtnerplatz-Theater
Davor war Frenzel für zwei Monate am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert, wie sie in Opernaufführungen und Konzerten spielte.
Ende April 2009 wirkte Frenzel beim Opernprojekt "Oper trifft Musical" (Musikalische Leitung: Dieter Müller, Regie: Andrea Mellis, Wien) in der Musik-Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg in Bayern mit.
Am 29. März 2009 war sie beim Start der Konzerte des Chores "Cantomania Innsbruck" zu hören, bei denen Bachs "Johannes-Passion" unter Leitung von Ingrid Czaika aufgeführt wird. Das erste Konzert fand in der Benediktiner Abtei St. Georgenberg-Fiecht bei Schwaz statt. Weitere Aufführungen gab es in der Innsbrucker St. Paulus Kirche sowie in der Pfarrkirche Telfes/Stubai.
Davor war die junge Oboistin im "Nussknacker", einem "Konzert für die ganze Familie", das aufgrund des großen Erfolgs wiederholt wurde, im Opernhaus Nürnberg zu hören.
Seit 1999 konnte Frenzel, die auch Englischhorn spielt und sich auch für Orchester-Management interessiert, zahlreiche Erfahrungen sammeln: sie begann beim Bayerischen Landesjugendorchester, und war unter anderem bei der Internationalen Jungen Orchesterakademie sowie beim Jungen Ensemble der Bayerischen Staatsoper engagiert.
Weiters hatte Frenzel, die auch bei den Salzburg Chamber Soloists mitwirkt, Zeitverträge bei der Niederbayerischen Philharmonie Passau, der "Fondazione Teatro Lirico di Cagliari" auf Sardinien sowie beim "Orquestra Classica da Madeira" in Portugal. Eines ihrer jüngsten Engagements führte Italien-Fan Frenzel an das "Teatro Francesco Cilea" in Reggio di Calabria:
"Ich bin erst Mitte Dezember aus Italien zurück gekehrt. Ich habe in Reggio bei einer wunderbaren 'Turandot' mitgewirkt. Ich habe nur für meinen Studienabschluss unterbrochen", so Frenzel.
Abgesehen von der italienischen Lebensart, die Frenzel sehr schätzt, hat ihre große Affinität zu diesem Land auch musikalische Hintergründe:
"Italienische Oper in Italien hat schon einen Gänsehauteffekt. So war diese 'Turandot' in Reggio großartig. Es ist ein kleines Theater, aber es sind soviel junge Musiker dort, die sehr ambitioniert musizieren. Vielleicht auch gerade deshalb, weil es in Italien mit diesen Stückverträgen anders organisiert ist. Man hat dort nicht den festen Vertrag auf Lebenszeit. Da spielt jeder um sein Leben", so die begeisterte Musikerin, die sich kürzlich bei einem Orchester eines italienischen Opernhauses beworben hat.

Elke Uta Frenzel wird bei den Tiroler Festspielen Erl 2009 in Strauss' "Elektra", in Wagners "Meistersingern", in Beethovens "Fidelio" sowie in Konzerten mitwirken.
Und seit zwei Jahren gehört die gefragte Musikerin dem Orchester der Tiroler Festspiele Erl an - und wurde durch Festivalchef und Talenteförderer Gustav Kuhn zum Wagner-Fan:
"Ich habe 2006 eine Woche ausgeholfen – und offenbar hat mein Spiel Maestro Kuhn zugesagt. Denn 2007 wurde ich wieder engagiert. Aufgrund meines Engagements am Gärtnerplatztheater konnte ich heuer leider nicht auf dem Grünen Hügel Österreichs mitwirken", berichtet Frenzel.
"Es ist eine tolle Atmosphäre in Erl. Man taucht in die Musik ein und kommt fünf Stunden später wieder an. Durch Maestro Kuhn bin ich ein Wagner-Fan geworden. 2007 haben wir den ganzen 'Ring' gemacht. Und danach hat mir die Musik Wagners sehr gefehlt. Sie hat etwas Magisches und berührt mich sehr stark."

Die gefragte Oboistin Elke Uta Frenzel beim "Nussknacker", einem "Konzert für die ganze Familie", das aufgrund des großen Erfolgs wiederholt wurde, in der Nürnberger Oper.
Zuletzt bereitete sich die ambitionierte Musikerin, die früher Judo als Leistungssport betrieben hat und 1991 dritte süddeutsche Meisterin war, vor allem auf ihren Studienabschluss vor. "Ich wohne in Nürnberg in einem mittelalterlichen Turm in der Stadtmauer. Da dudelt es jetzt heraus - und meine Nachbarn werden mich verfluchen", erzählte sie lachend.
Wie ihr beruflicher Zukunftswunsch lautet? "Nachdem ich meinen Abschluss nun erfolgreich geschafft habe, an einem Orchester an einem italienischen Opernhaus spielen zu dürfen", so Elke Uta Frenzel.
Mehr zu Opern- und Operetten-Aufführungen sowie Konzerten von Elke Uta Frenzel in oe1.ORF.at
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Elke Uta Frenzel
Tipp
Die Porträts der Ö1 Talentebörse können seit 1. September 2008 im Rahmen der Ö1 Podcast nachgehört werden. Alle Sendungen des kostenfreien Radio-Abos finden Sie hier.
Hör-Tipp
Ö1 Talentebörse, Mittwoch, 19. August 2009, 7:55 Uhr
Links
Balboa
Cantomania
Christoph Rösel, Tenor
Colloquium Chor Füssen
Erben Event
GliArchiEnsemble
Landestheater Niederbayern
Munich Brass Connection
Orquestra Classica da Madeira
Staatstheater am Gärtnerplatz
Stephan Matthias Lademann
Südthüringisches Staatstheater – Das Meininger Theater
Teatro Francesco Cilea
Teatro Lirico da Cagliari
Tiroler Festspiele Erl 2009
Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin