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Vom Orchestermusiker zum Dirigenten
Mit sechs begann ich mit der Geige, lernte später auch Viola. Ich wollte auch Orgel spielen, aber dann begann mich das Schlagwerk zu interessieren", erzählt Sebastian Aigner, gebürtiger Oberösterreicher aus Vöcklabruck, Jahrgang 1986.

Sebastian Aigner
Den ersten Schlagwerk-Unterricht erhielt der Nachwuchs-Musiker bei Manfred Six an der Landesmusikschule in Timelkam, wo er aufwuchs. Mit 14 wechselte er an das damalige Anton Bruckner Konservatorium in Linz, wo er bei Karl Hundstorfer den Vorbereitungs-Lehrgang absolvierte.
2004 begann er in Linz mit dem mit dem Konzertfach-Studium bei Josef Gumpinger. Ab dem Wintersemester 2005 studierte er zusätzlich Marimba bei Bogdan Bacanu.
Warum er sich gerade für das Schlagwerk entschieden hat, erklärt Sebastian Aigner folgendermaßen:
"Ich bin von dieser Klangvielfalt fasziniert. Es bedeutet natürlich harte Arbeit, all diese Instrumente zu beherrschen. Vor allem in der modernen Musik reizt mich diese Vielfalt - gleichgültig, ob es nun Pauke, das Becken, die kleine Trommel oder das Triangel ist. Es ist ein Wahnsinnsgefühl, auf dem Podium zu sitzen und zu spielen.
Man muss sich sehr gut vorbereiten und auch technisch auf all diesen Instrumenten sehr fit sein, um im Berufsalltag bestehen zu können", erläutert der junge Schlagwerker.

Mit dem Orchester des Stifter-Gymnasiums Linz in Timelkam zu Gast: Sebastian Aigner dirigiert bei einem Schüler-Konzert Prokofjews "Peter und der Wolf" mit Dominik Maringer als Sprecher (13. November 2008).
Im Herbst 2003 gründete der vielseitige Musiker anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums des Adalbert Stifter Gymnasiums sowie zu dessen 30-jährigem Bestehen als Musikgymnasium ein sinfonisches Blasorchester.
"Es ist ein Projekt-Orchester, das derzeit nicht aktiv ist, aber noch existiert. Als Schulorchester ist es natürlich großen Wandlungen durch Zu- und Abgänge der Schüler unterworfen. Aber ich habe Pläne mit dem Orchester."

Sebastian Aigner als Paukist bei der Generalprobe zu Gustav Mahlers 3. Symphonie mit dem Wiener Jeunesse Orchester unter Leitung von Herbert Böck (Wiener Konzerthaus, 2007).
Inzwischen konnte der junge Schlagwerke umfangreiche Praxis sammeln: so wirkte er bei diversen Projekten im Orchester der Anton Bruckner Privatuniversität und war Bratsche-Stimmführer und Schlagwerker beim OÖ. Jugendsinfonieorchester. Weiters wirkte er als Paukist beim Jeunesse Orchester Wien sowie der Jungen Philharmonie Wien mit.
Aigner war 2007 auch Mitglied des Internationalen Orchesterinstituts Attergau, des Ensembles Novantique Linz und des European Philharmonic Orchestra. Außerdem gehört er auch dem Staatsopernballorchester sowie der Johann Strauß Kapelle Wien an. Im Vorjahr wirkte er beim Carinthischen Sommer sowie beim Lehar-Festival in Bad Ischl mit.
"Am Anfang meiner Ausbildung war es ganz wichtig, dass ich bald in eine sehr gute Blasmusikkapelle kam. Das hat mir beim Orchesterspiel enorm geholfen. In weiterer Folge waren die Erfahrungen mit dem Orchester des Bruckner Konservatoriums bedeutend für mich. Ebenso die Konzerte mit dem OÖ. Landesjugendorchester, wo ich das klassische Repertoire kennen lernte und erweiterte. Damals habe ich erstmals große Orchesterluft geschnuppert."

Eröffnung des Attergauer Kultursommers mit Beethovens Siebenter: Sebastian Aigner mit dem Wiener Jeunesse Orchester unter Leitung von Manfred Honeck (18. Juli 2008).
Am 14. März 2009 wird Sebastian Aigner mit dem Linzer Bruckner Chor mit u. a. Bernsteins "Chichester Psalms" in der Friedenskirche in Linz zu hören sein. Am 28. März tritt er mit der Österreichisch-slowakischen Philharmonie unter Tao Lin im Großen Saal des Wiener Musikvereins auf.
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Und mittlerweile wirkt der Nachwuchs-Schlagwerker in zahlreichen Profi-Orchestern als Substitut mit: darunter beim Brucknerorchester Linz, bei den NÖ. Tonkünstlern, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem RSO Wien sowie in den Orchestern der Wiener Volks- und Staatsoper sowie bei den Wiener Philharmonikern.
"Beim RSO habe ich im Vorjahr bei fünf Konzerten gespielt. Wahrscheinlich werde ich heuer im Sommer wieder mitwirken", so Aigner.
Darüber hinaus gilt Aigners Interesse aber noch einem ganz speziellen Fach: bereits 2004 begann er in Linz mit dem Dirigenten-Studium im Konzertfach-Light bei Ingo Ingensand:
"Ich hatte bereits am Stifter-Gymnasium die Möglichkeit, das Blasorchester zu dirigieren. Und durch meine Erfahrungen in den Jugendorchestern lernte ich verschiedene Dirigenten kennen. Und manchmal hatte ich als Musiker den Wunsch, etwas anders zu machen, als es der Dirigent vorgab. So entstand der Wunsch, selbst zu dirigieren", erklärt Aigner, der 2005 das Dirigenten-Stipendium des Gustav Mahler Jugendsinfonieorchester erhielt.
Im kommenden Wintersemester möchte der vielseitige Musiker an der Konservatorium Wien Privatuni Georg Mark mit dem Dirigenten-Studium beginnen.
Und seit dem Vorjahr ist Aigner, der auch bei verschiedenen Projekten des Linzer Jeunesse Chores und des Concentus Vocalis mitwirkt, auch Mitglied des Wiener Singvereins.
Derzeit widmet sich der vielseitige Musiker vor allem seinem Schlagwerk-Studium.
Welche Zukunftswünsche er hat? "Mein Hauptziel ist es natürlich, als Schlagwerker ein fixes Engagement in einem Orchester zu bekommen. Ein Wunschtraum ist, später einmal als Dirigent tätig sein zu können. Und noch ein Spezialwunsch: unter John Williams eine Filmmusik-Aufnahme spielen zu dürfen, denn ich bin ein Filmfanatiker", so Sebastian Aigner.
Mehr zu Repertoire, Meisterkursen und Preisen von Sebastian Aigner in oe1.ORF.at
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Sebastian Aigner
Tipp
Die Porträts der Ö1 Talentebörse können seit 1. September 2008 im Rahmen der Ö1 Podcast nachgehört werden. Alle Sendungen des kostenfreien Radio-Abos finden Sie hier.
Links
Konservatorium Wien Privatuniversität
Anton Bruckner Privatuniversität
Adalbert Stifter Gymnasium
Friedenskirche Linz
Musikverein Wien
RSO Wien
Wiener Jeunesse Orchester
Wiener Konzerthaus
Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin